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Evolutionsbiologe und "Ameisenmann" Edward O. Wilson mit 92 gestorben

Der Ameisenforscher und Evolutionsbiologe Edward O. Wilson ist tot.

Edward O. Wilson SN/AP
Edward O. Wilson

Wilson sei am Sonntag in Burlington im US-Bundesstaat Massachusetts gestorben, teilte die Stiftung E.O. Wilson Biodiversity Foundation mit. Wilson ist vor allem für seine Beiträge zur Biologie der Ameisen und zur Erhaltung der Artenvielfalt bekannt. Mit seinen Thesen zur Sozialbiologie und der biologischen Vorbestimmung des Menschen sorgte der Harvard-Professor für heftige Debatten.

Wilson hat für zwei seiner Sachbücher den renommierten Pulitzer-Preis bekommen - darunter für das Standardwerk über Ameisen "The Ants". Der Forscher wurde 1929 im Bundesstaat Alabama geboren. Er gelte als einer der bedeutendsten und anerkanntesten amerikanischen Wissenschafter der modernen Geschichte, so die E.O. Wilson Biodiversity Foundation. Er sei liebevoll als "der Ameisenmann" bezeichnet worden und sei Autor von mehr als 30 Büchern und Hunderten wissenschaftlichen Abhandlungen. "Eds Heiliger Gral war die schiere Freude am Streben nach Wissen", so die Präsidentin der Stiftung, Paula J. Ehrlich. Wilson hatte sich besonders in den vergangenen Jahren für den Erhalt der Artenvielfalt und der Ökosysteme eingesetzt.

Das "Time"-Magazin zählte ihn 1996 zu einem der 25 einflussreichsten Menschen Amerikas. Er wurde außerdem mit der National Medal of Science ausgezeichnet, die vom US-Präsidenten an herausragende Persönlichkeiten der Wissenschaft verliehen wird.

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