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FFG steht 2022/23 deutlich höheres Förderbudget zur Verfügung

Finanzierungsvereinbarungen mit Eigentümerressorts abgeschlossen. Vom Klimaschutzministerium kommen 1,025 Mrd. Euro, vom Wirtschaftsministerium 202 Mill. Euro.

Wissenschaftliche Forschungsprojekte haben bald bessere Chancen, FFG-Mittel zu bekommen (Symbolbild).  SN/pmu
Wissenschaftliche Forschungsprojekte haben bald bessere Chancen, FFG-Mittel zu bekommen (Symbolbild).

Der Forschungsförderungsgesellschaft FFG steht heuer und im kommenden Jahr ein deutlich höheres Förderbudget zur Verfügung als bisher. Das sehen die Finanzierungsvereinbarungen vor, die von der FFG mit den Eigentümerressorts (Wirtschafts- und Klimaschutzministerium) für 2022/23 nun abgeschlossen wurden. Demnach kommen für die beiden Jahre vom Klimaschutz- und vom Wirtschaftsministerium in Summe mehr als 1,2 Mrd. Euro, inkludiert sind darin Mittel aus dem EU-Wiederaufbaufonds.

Das 2020 beschlossene Forschungsfinanzierungsgesetz (FoFinaG) bringt Forschungseinrichtungen und Förderagenturen mehrjährige Finanzierungssicherheit in Form dreijähriger Finanzierungsvereinbarungen. Bei der FFG wurde die neue Regelung etappenweise eingeführt, 2021 als Übergangsjahr finanziert und nun die Vereinbarungen für 2022/23 abgeschlossen.

Wie die FFG auf Anfrage der APA erklärte, stellt das Klimaschutzministerium der FFG für 2022/23 ein Förderbudget in Höhe von 1,025 Mrd. Euro zur Verfügung (2021: 338 Mill. Euro). Vom Wirtschaftsministerium kommen für heuer und kommendes Jahr 202 Mill. Euro (2021: 73 Mio. Euro). In den Summen beider Ressorts für 2022/23 sind auch Mittel in Höhe von insgesamt rund 350 Mill. Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds enthalten, die etwa für die Umstellung von Bus- und Lkw-Flotten auf emissionsfreie Antriebe, Wasserstoffforschung oder Mikroelektronik eingesetzt werden.

Neben der neuen Mehrjährigkeit des Budgets ist auch wegen dieser EU-Mittel ein Vergleich mit 2021 nur bedingt möglich. Das Wirtschaftsministerium spricht in einer Aussendung am Mittwoch von einer "Steigerung des jährlichen Fördervolumens um 90 Prozent im Vergleich zu der für 2021 beschlossenen Gesamtbeauftragung".

Aus Sicht der FFG bringen die Finanzierungsvereinbarungen längerfristige Planungssicherheit. "Was die Berechenbarkeit anbelangt, ist das eine Dimension, die wir noch nie gehabt haben", hatten die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner kürzlich im APA-Gespräch erklärt. Dies komme vor allem den Kunden zugute, die bisher nie wussten, ob es in einem Programm auch im nächsten Jahr noch eine Ausschreibung geben wird.

"Die nun fixierte Budgetierung des Bundes wird maßgeblich dazu beitragen, den hohen Stellenwert von Forschung und Entwicklung in Österreich weiter auszubauen und den gesamten Forschungs- und Innovationsstandort nachhaltig zu stärken", so Egerth und Pseiner am Mittwoch in einer Aussendung. Angesichts der ungebrochen hohen Nachfrage nach Fördermitteln trotz anhaltender Pandemie - die FFG registriert 40 Prozent mehr Anträge in ihren Basisprogrammen und stark überzeichnete Ausschreibungen - seien die Budgetmittel durchaus notwendig.

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