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FIFA will mit Kampagne für psychische Probleme sensibilisieren

 SN/apa/afp

Mit einer Kampagne will der Fußball-Weltverband FIFA auf psychische Erkrankungen aufmerksam machen und Betroffene dazu ermutigen, sich Hilfe zu suchen. Beteiligt an der am Montag vorgestellten Kampagne ist auch Teresa Enke, die Witwe des einstigen deutschen Nationaltorwarts Robert Enke. FIFA-Präsident Gianni Infantino dankte ihr ausdrücklich für ihre Mitarbeit. Robert Enke hatte 2009 wegen Depressionen Suizid begangen. Die nach ihm benannte Stiftung finanziert unter anderen die Erforschung und Behandlung von Depressionen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO, der südostasiatische Staatenbund Asean sowie aktive und ehemalige Fußballerinnen und Fußballer unterstützen die Kampagne. Einer der Botschafter ist der frühere brasilianische Weltmeister-Kapitän Cafu. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus begrüßte die Aktion und ermahnte dazu, während der Corona-Pandemie noch mehr auf die seelische und psychische Gesundheit zu achten. "Die WHO freut sich, die von der FIFA angeführte #ReachOut-Kampagne zu unterstützen, um die Menschen dazu zu bewegen, über ihre mentale Gesundheit zu sprechen", wurde der WHO-Chef in der FIFA-Mitteilung zitiert. Infantino sagte: "Mit dieser Kampagne können wir die Öffentlichkeit für psychische Probleme sensibilisieren und Betroffene ermutigen, das für sie vielleicht lebensrettende Gespräch zu suchen."

Das Thema rückte durch Äußerungen prominenter Sportlerinnen abseits den Fußballs zuletzt stark in den Fokus. Tennisspielerin Naomi Osaka machte während der French Open öffentlich, dass sie unter Depressionsphasen leidet. Turn-Star Simone Biles offenbarte während der Olympischen Spiele in Tokio ihre psychischen Probleme.

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