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"Jeder trägt Kränkungen mit sich"

Kränkungen werden oft als Bagatelle abgetan. Sie lassen Menschen aber oft jahrelang nicht los. Welche Wege führen rechtzeitig heraus?

"Die Macht der Kränkung" heißt das jüngste Buch des Psychiaters und Gerichtsgutachters Reinhard Haller. Im SN-Gespräch erläutert der Autor, wie Kränkungen wirken und was sie uns über uns selbst sagen.
SN: Herr Professor Haller, warum können Kränkungen so destruktiv sein, bis zum Gewaltausbruch?
Haller: Kränkungen werden maßlos unterschätzt. Sie werden nicht angesprochen und man nimmt sie nicht ernst, weil es sich scheinbar um Kleinigkeiten handelt. Tatsächlich haben Kränkungen aber eine enorme Kraft. Sie wühlen wie ein Eiterprozess, der nicht nach außen abgeleitet wird, in der Seele. Kränkungen können das Leben von Menschen über Jahre hinweg vergällen und irgendwann mit großer Wucht zum Durchbruch kommen: in Familiendramen, Verbrechen oder auch Krankheiten.

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