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Kegelrobben erobern das Wattenmeer zurück

Tierschützer erwarten erneut ein Rekordjahr beim Kegelrobben-Nachwuchs auf der Nordseeinsel Helgoländer Düne .

Kegelrobben erobern das Wattenmeer zurück SN/ap
Eine junge Kegelrobbe auf der Nordseeinsel Helgoland.

133 Bullen, 279 Weibchen, rund 280 Jungtiere - und täglich werden es mehr: Die Kegelrobben auf der Helgoländer Düne (Schleswig-Holstein, Deutschland) vermehren sich prächtig. "In dieser Saison steuert Helgoland auf einen neuen Rekord zu", sagte Volker Redeker vom Verein Jordsand, der Seevogel- und Naturschutzgebiete betreut. Seit einer ersten registrierten Kegelrobbengeburt auf der Hochseeinsel im Jahr 1996 sei die Geburtenzahl auf 317 Jungtiere im Winter 2015 gestiegen.

Kegelrobbe als Deutschlands größtes Raubtier

Die Kegelrobbe (Halichoerus grypus) gilt mit bis zu drei Metern Länge und bis zu 300 Kilogramm Gewicht als Deutschlands größtes Raubtier. Ihren Nachwuchs bringen die Weibchen von November bis Ende Jänner zur Welt. Infolge intensiver Bejagung war die Art lange beinahe vollständig aus dem Wattenmeer verschwunden, erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfolgte die allmähliche Rückkehr.

Inzwischen gibt es im Wattenmeer wieder vier Kolonien der in Deutschland geschützten Tiere mit Jungen: eine nahe der westfriesischen Insel Terschelling (Niederlande), zwei auf Sandbänken nahe Juist und Amrum sowie die Kolonie auf der Helgoländer Düne.

Quelle: Dpa

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