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Mediziner: Covid macht jeden Fünften aggressiver

Es gibt erste Anzeichen, dass die psychische Belastung durch die Coronapandemie steigt. Darauf deuten längere Wartezeiten und mehr Anfragen an die Psychiatrie sowie erste Erkenntnisse aus unterschiedlichen Forschungsprojekten der Med-Uni Innsbruck hin.

Es gibt erste Anzeichen, dass die psychische Belastung durch die Coronapandemie steigt. SN/pixabay
Es gibt erste Anzeichen, dass die psychische Belastung durch die Coronapandemie steigt.

"Jetzt ist die Situation belastender als noch im Frühling", gab Barbara Sperner-Unterweger, Direktorin der Universitätsklinik für Psychiatrie II, am Dienstag zu bedenken. Akute Krisen seien für den Menschen leichter bewältigbar als chronische Krisen.

Sperner-Unterweger betonte, es sei wichtig, manchmal "Abstand von der Thematik zu nehmen und sich mit anderen Dingen zu beschäftigen". Der Anteil jener, die an einer ängstlich-depressiven Belastung leiden, nehme zu. Noch sei es aber zu früh für voreilige Schlüsse und Panik.

Alex Hofer, Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie I, sagte zu den Forschungen: "Es gibt nach der ersten Auswertungen Anzeichen, dass sich rund 20 Prozent der Allgemeinbevölkerung aggressiver fühlen." Zudem sei Langeweile ein bedeutsamer Faktor bei psychischem Stress, davon seien vor allem jüngere Menschen zwischen 18 und 30 betroffen. Diese griffen nun häufiger zu Alkohol oder Drogen, "um sich besser zu fühlen".

Quelle: SN, Apa

Aufgerufen am 04.12.2020 um 07:15 auf https://www.sn.at/panorama/wissen/mediziner-covid-macht-jeden-fuenften-aggressiver-95450071

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