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Meteoriteneinschlag, der Dinos das Leben kostete, war im Frühling

Der Meteoriteneinschlag von Chicxulub, der vor 66 Millionen Jahren das Aussterben der Dinosaurier zur Folge hatte, soll im Frühling der nördlichen Hemisphäre erfolgt sein. Das wollen US-Forscher anhand von Fischfossilien herausgefunden haben.

 SN/pixabay

Die Forscher um Melanie During von der Vrije Universiteit Amsterdam gewannen ihre Erkenntnisse an der Ausgrabungsstätte in Tanis, North Dakota, die als Momentaufnahme vom Tag des Einschlags gilt. Sie untersuchten die "Linien des gestoppten Wachstums" (LAG) von versteinerten Fischen und fanden heraus, dass die Tiere in einer starken Wachstumsphase gestorben sein müssen, wie sie bei dieser Art Fische im Frühling der Fall ist.

Tanis liegt nach Erkenntnissen von Wissenschaftern aus dem Jahr 2019 da, wo eine gigantische Flutwelle endete, die durch den Meteoriteneinschlag im heutigen Mexiko ausgelöst wurde. Als sie ein Flusstal im heutigen North Dakota hinaufschwappte, riss sie die Organismen in ihrem Weg mit, zusammen mit viel Schlamm und Sand. Die Welle zog sich dann zurück und schüttete das Material aus, wodurch die Tanis-Stätte entstand.

Die am Mittwoch in "Nature" veröffentlichte Studie deckt sich mit einer andern: derjenigen, die bereits am 23. Dezember von Robert DePalma, heute Doktorand an der Universität Manchester (Grossbritannien), in "Scientific Reports" veröffentlicht wurde. Dennoch ist sie nicht unumstritten: Zum einen zweifeln einige Paläobiologen die Aussagekraft von LAG an. Zum anderen ist die Entstehungsgeschichte der Ausgrabungsstätte Tanis nach Ansicht anderer Forscher nicht durch ausreichende Analyse der Geologie untermauert.

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