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Nein, kein Schafott. Es ist ein Turngerät auf der ISS.

In Vorbereitung für eine lange Reise zum Nachbarplaneten Mars konstruieren irdische Ingenieure bereits Trainingsgeräte, die die künfitgen "Mars-Menschen" dringend benötigen.

Nein, kein Schafott. Es ist ein Turngerät auf der ISS. SN/nasa
Schwere Trainingsstunden aus der Internationalen Raumstation.

Die ESA-Astronautin und italienische Kampfpilotin Samantha Cristoforetti trainiert in der Internationalen Raumstation ISS an der sogenannten Muskelatrophie-Maschine. Das Gerät wurde für eine längere Reise zum Mars konstruiert. Die Gravitation auf dem Mars beträgt nämlich nur 38 Prozent der Erde. Ein längerer Aufenthalt dort würde Menschen also ziemlich bald ziemlich schwach machen. Völlige Schwerelosigkeit wirkt sich auf den menschlichen Körper fatal aus. Sichtbarstes Zeichen ist der Schwund von Muskeln und Knochen. Der menschliche Körper braucht die irdische Schwerkraft, um stark zu bleiben. Muskeln brauchen den Widerstand der Schwerkraft und die Knochen brauchen die Muskelreibung, um neue Knochenzellen zu bilden. Geschieht das nicht, bauen Muskeln ab und Knochen werden porös. Die ISS-Bewohner verlieren nach ein paar Wochen Aufenthalt vier bis sechs Mal so viel Knochenmasse wie im gleichen Zeitraum auf der Erde. Deshalb trainieren die Astronauten täglich. Das werden auch Raumfahrer tun müssen, die monatelang zum Mars reisen und dann dort leben. Weltraummediziner sagen, dass sich die Mars-Menschen schon sehr bald der neuen Schwerkraft anpassen könnten.  Bild: SN/  Bild: SN/  Bild: SN/ESA

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Aufgerufen am 21.09.2018 um 11:17 auf https://www.sn.at/panorama/wissen/nein-kein-schafott-es-ist-ein-turngeraet-auf-der-iss-822289

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