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Noch keine Infos zu Corona-Subtyp

Ein neuer Corona-Subtyp dürfte in China entdeckt worden sein. Heimische Experten tappen dazu aber noch im Dunkeln.

 Virologe Andreas Bergthaler vom Forschungsinstitut für Molekulare Medizin (CeMM) hofft auf mehr Informationen aus China.  SN/APA/THEMENBILD/ROLAND SCHLAGER
Virologe Andreas Bergthaler vom Forschungsinstitut für Molekulare Medizin (CeMM) hofft auf mehr Informationen aus China.

Medienberichten zufolge ist bei einem chinesischen Patienten unweit von Schanghai ein neuer Corona-Subtyp aufgetaucht: Die Version habe sich aus dem BA.1.1-Zweig von Omikron entwickelt, berichtete die staatliche Zeitung "Global Times". Der österreichische Sequenzierungsexperte Andreas Bergthaler (MedUni Wien) betonte auf SN-Anfrage, dass man noch nicht wisse, um welchen Subtyp es sich handle: "Chinesische Wissenschafter haben seit Jänner 2022 ihre Sequenzierungsergebnisse kaum mehr veröffentlicht." Es sei nichts Neues, dass das Virus ein bis zwei Mal pro Monat mutiere, sagt der Virologe: "Die Frage ist, ob so eine Variante irgendwann überhandnimmt." Zudem müsse es nicht heißen, dass sie gefährlicher sei. "Wenn es es eine normale Subvariante von BA.1.1. ist, erwarte ich nicht unbedingt, dass sie sich gegen die bei uns derzeitig dominierende Variante BA.2 durchsetzt."

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