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"Parzival" ist immer noch revolutionär

Die berühmte Suche nach dem Gral erzählt vom Plädoyer für eine neue Menschlichkeit. Der Salzburger Mittelalterforscher Franz Viktor Spechtler hat die 24.810 Verse des Romans neu übersetzt.

"Parzival" ist immer noch revolutionär SN/universitätsbibliothek heidelberg

Gute Geschichten altern nicht. In welcher historischen Epoche sie erschienen sind, ist zwar für deren wissenschaftliche Erforschung von Belang. Für den Leser kann es jedoch zweitrangig sein. "Parzival", der Versroman des Wolfram von Eschenbach (etwa 1170-1220) ist eine solche Geschichte. Sie erzählt den Weg eines jungen Mannes, der durch Irrungen und Wirrungen, durch Verzweiflung, Angst und Leid geht, und sich bewähren muss, um am Ende sein Glück in Händen zu halten. Auf diesem Weg begegnet ihm alles an allzu Menschlichem. Er lernt die Schatten kennen, aber auch Freude, Liebe, Treue und Frieden. "Parzival" war weit über seine Zeit hinaus ein Bestseller. Die Themen, die Wolfram von Eschenbach bearbeitet hat, sind aktuell.

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