Schüler machen Zeitung

Schule 2020/21: Kein verlorenes Jahr

Von den Erstklasslern bis zu den Maturanten hat jede und jeder dieses Schuljahr unter besonderen Umständen zu managen. Wir haben nachgefragt, wie es denn bei den Einzelnen so läuft.

Ein Jahr Ausnahmezustand muss kein verlorenes Jahr bedeuten. Der Wechsel von Homeschooling-, Schicht- und Präsenzunterricht war eine Herausforderung. Wir Schülerinnen und Schüler der HAK I Salzburg haben dieses Jahr verschieden erlebt, aber in einem sind wir uns einig: Wir haben aus der Situation das Beste gemacht und verloren haben wir nichts Wesentliches, dafür aber einiges an Kompetenzen gewonnen!<br> SN/privat
Ein Jahr Ausnahmezustand muss kein verlorenes Jahr bedeuten. Der Wechsel von Homeschooling-, Schicht- und Präsenzunterricht war eine Herausforderung. Wir Schülerinnen und Schüler der HAK I Salzburg haben dieses Jahr verschieden erlebt, aber in einem sind wir uns einig: Wir haben aus der Situation das Beste gemacht und verloren haben wir nichts Wesentliches, dafür aber einiges an Kompetenzen gewonnen!

Gerade mal einen Monat in der Schule und dann ab in den Distance-Unterricht! Wie haben das Erstklassler erlebt? Wir haben in der 1 BK nachgefragt:
Der Umstieg auf Distance Learning war nicht besonders leicht, da man mit seiner neuen Klasse nur einen Monat verbracht hatte. Zu Hause ist es schwieriger, sich zu konzentrieren, da man leicht abgelenkt wird. Wir haben nicht so viel Lernstoff weitergebracht wie im Normalunterricht, deswegen müssen wir viel nachholen. Das Ganze hat aber auch Vorteile, und zwar muss ich nicht so früh aufstehen, um den Bus zu erwischen. Außerdem kann ich meine Aufgaben auch besser einteilen. Obwohl ich meine Mitschüler nicht wirklich kennenlernen konnte, haben wir mittels WhatsApp, Instagram und Teams miteinander gut kommuniziert. Insgesamt fand ich den Fernunterricht weniger stressig als den Präsenzunterricht.

Auch unsere Schulsprecherin Jasmin Sokhi war noch keine Woche im Amt, als der Oktober-Lockdown uns einholte. Ihre Eindrücke:
Mein erster offizieller Tag als Schulsprecherin war der letzte reguläre Schultag vor dem Homeschooling, ich habe noch versucht, alle anwesenden Klassen kurz kennenzulernen und mich vorzustellen. Das Planen von Schulevents und das Beschließen von neuen Regelungen ist momentan leider nicht möglich. Nichtsdestotrotz funktioniert das Interagieren sowohl mit den Klassensprechern als auch mit den Mitschülern via Telefon, Instagram und Teams sehr gut. Die erste SGA-Sitzung der Direktion, Eltern-, Lehrer- und Schülervertretung fand dann per Zoom statt. Neben dem Bearbeiten von Anliegen überforderter Schüler - etwa aufgrund von zu kurzen Abgabefristen oder wegen eines zu großen Arbeitspensums - habe ich viel mit Schülern geschrieben oder telefoniert. Der Vorschlag für Hybridunterricht (d. h. Übertragung des Unterrichts live an die Schüler und Schülerinnen daheim) in der Schichtbetriebsphase kam dann hauptsächlich von der Schülervertretung. Zunächst kam seitens der Lehrer eher wenig Begeisterung, nun überrascht es mich, dass doch vermehrt in dieser Form unterrichtet wird. Besonders in Hauptfächern ist es essenziell, den Stoff für beide Gruppen zeitgleich zu unterrichten und das Zurückbleiben einer Gruppe zu vermeiden.
Auf den Maturajahrgang 2020 wurde viel Rücksicht genommen. Aber wie sieht es heuer aus? Eine Maturantin berichtet:
Natürlich ist viel zu lernen und auch noch vom letzten Jahr einiges nachzuholen, da einige Inhalte aufgrund der Lockdowns noch nicht ganz klar für jeden waren. Dennoch fühle ich mich derzeit gut vorbereitet auf die Matura und denke, dass wir sie trotz der erschwerten Situation problemlos meistern. Leichter wäre es schon mit Unterricht in der Schule gewesen, aber man kann die Zeit zu Hause auch effektiv nutzen.
Durch die Coronapandemie fließt wie auch schon letztes Jahr die Jahresnote in die Maturanote mit ein - was ich sehr gut finde. Außerdem gibt es Zusatzstunden für maturarelevante Fächer. Zudem wurde der Abgabetermin der Diplomarbeit verschoben und die Präsentation ist freiwillig. Stören tut mich jedoch, dass die Informationen, wie es weitergeht, immer erst sehr spät kommen und man sich nicht darauf vorbereiten kann.

Interviews von Jana Seidl, Marie Peer, Amelia Badea, Luisa Mayr-Kainz, Nikolina Dobras, Anna Koszta u. a.

Aufgerufen am 24.10.2021 um 08:27 auf https://www.sn.at/panorama/wissen/schueler-machen-zeitung-schule-2020-21-kein-verlorenes-jahr-101252944

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