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Sonnenzyklus war über mindestens tausend Jahre regelmäßig

Die Aktivität der Sonne durchlebt regelmäßige Zyklen: Etwa alle elf Jahre erreichen Sonnenstürme, Strahlenausbrüche und Sonnenflecken ein Maximum, um danach wieder abzuflauen. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der ETH Zürich hat dieses Muster nun bis ins Jahr 969 rekonstruiert.

Die Aktivität der Sonne durchlebt regelmäßige Zyklen. SN/pixabay
Die Aktivität der Sonne durchlebt regelmäßige Zyklen.

Die ETH Forscher analysierten gemeinsam mit deutschen und schwedischen Kollegen den radioaktiven Kohlenstoffgehalt anhand eines Baumring-Archivs aus der Schweiz und England, wie die ETH Zürich mitteilte.

Aus der bekannten Halbwertszeit des Kohlenstoff-14-Isotops (C-14) lässt sich auf den radioaktiven Kohlenstoffgehalt schließen, der sich während der Bildung eines Jahresrings in der Erdatmosphäre befindet. Je aktiver die Sonne, desto besser schirmt ihr Magnetfeld die Erde von kosmischen Teilchen ab, die radioaktives C-14 bilden.

So rekonstruierten die Forschenden dank einer hochempfindlichen Methode, der Beschleuniger-Massenspektrometrie, lückenlos die Sonnenaktivität zwischen den Jahren 969 und 1933, wie sie im Fachmagazin "Nature Geoscience" berichten. Demnach bestätigten sie die Regelmäßigkeit des Elfjahreszyklus über ein Jahrtausend.

Da Baumring-Archive für die letzten 14.000 Jahre existieren, möchten die Forschenden in einem nächsten Schritt die Muster der Sonnenaktivität bis zur letzten Eiszeit bestimmen.

Aufgerufen am 02.12.2021 um 03:24 auf https://www.sn.at/panorama/wissen/sonnenzyklus-war-ueber-mindestens-tausend-jahre-regelmaessig-98591698

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