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Tag des Waldes: Alte Bäume sind wichtige Lebensräume

Jede dritte von 13.000 Pflanzen- und Tierarten ist an Totholz gebunden.

Totholz ist nicht nur ein besonderer Lebensraum, sondern schützt auch den Boden vor Erosion, reguliert den Wasserhaushalt im Wald und speichert Kohlenstoff.  SN/naturschutzbund österreich/josef limberger
Totholz ist nicht nur ein besonderer Lebensraum, sondern schützt auch den Boden vor Erosion, reguliert den Wasserhaushalt im Wald und speichert Kohlenstoff.

Wenn Bäume natürlich absterben, werden sie zu einem wichtigen Lebensraum: Von 13.000 im Wald lebenden Pflanzen-, Pilz- und Tierarten ist jede dritte Art auf zersetztes Holz angewiesen: Es dient als Eiablagestelle, Kinderstube, Futterquelle, Versteck und Überwinterungsquartier. Das teilte der Österreichische Naturschutzbund anlässlich des Welttag des Waldes am Montag mit. "Die Strukturqualität von artenreichen Wäldern kann nur erreicht werden, wenn Bäume alt werden und natürlich sterben dürfen", sagte Roman Türk, Präsident der Organisation.

Das Jugend- und Erwachsenenalter eines Baumes nimmt etwa die gleiche Zeitspanne ein wie die Alters- und Zerfallsphase. Der Zersetzungsprozess von Totholz kann mehr als 100 Jahre dauern. Totholz kommt nicht nur eine große Bedeutung beim Erhalt der Artenvielfalt zu, es schützt außerdem den Boden vor Erosion, reguliert den Wasserhaushalt im Wald und speichert Kohlenstoff. Besonders in traditionell bewirtschafteten Wäldern ist Totholz jedoch häufig rar, da die Bäume schon viel früher zur Holzgewinnung geschlagen werden.

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