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Uganda stoppt Vertrieb von Kräuterheilmittel gegen Corona

Im ostafrikanischen Uganda hat die nationale Arzneimittelbehörde (NDA) den Vertrieb eines Kräuterheilmittels, das zur Behandlung von Covid-19 entwickelt wurde, gestoppt.

Das pflanzliche Medikament namens Covilyce-1 sei von Wissenschaftern ohne Autorisierung auf den Markt gebracht worden, sagte NDA-Sprecher Abiaz Rwamwiri der Deutschen Presse-Agentur. Mitarbeiter der NDA seien angewiesen worden, das Mittel zu beschlagnahmen, sagte Rwamwiri.

Das Gesundheitssystem in Uganda kämpft derzeit mit einer heftigen dritten Infektionswelle, die durch die Delta-Variante bestimmt wird. Das Land befindet sich mitten in einem 42-tägigen Lockdown. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es bisher offiziell mehr als 88.600 Infektionsfälle, 2203 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. Damit hat sich die Zahl der Toten innerhalb eines Monats vervierfacht. Wie in anderen afrikanischen Ländern ist Impfstoff knapp und das Gesundheitssystem überlastet.

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