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Und der oberste Banker sprach: "Es werde Geld"

Münzen für den Tempelschatz haben die Opfer abgelöst, mit denen die Menschen versuchten, Unheil abzuwendenund die Götter zu besänftigen. Bis heute ist Geld mit Opfer und Schuld verbunden. Egal, wer es "aus dem Nichts erschafft".

Und der oberste Banker sprach: "Es werde Geld" SN/APA/AFP/STEFFI LOOS
„Ein Priestermysterium“ nennt der Philosoph Christoph Türcke die Gelderschaffung durch EZB-Präsident Mario Draghi.

Der Leipziger Philosoph Christoph Türcke hat beim diesjährigen Philosophicum Lech dem Geld einen quasi sakralen Charakter zugeschrieben. Die SN fragten nach:

SN: Warum denken Sie beim Thema Geld an Opfergaben und an Formeln, wie sie uns im Schöpfungsbericht der Genesis begegnen?
Türcke: Weil es kein Geld gibt, ohne dass Naturgegenständen Kaufkraft angezaubert wird. Das ist seit den altsteinzeitlichen Opfern so und das hört bei der modernen Gelderschaffung durch die Zentralbanken nicht auf. Kaufkraft ist das Einzige, was Menschen tatsächlich aus nichts erschaffen können.

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