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UNO-Umweltprogramm: Ära des verbleiten Benzins ist zu Ende

Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat das weltweite Ende von verbleitem Benzin verkündet.

Symbolbild. SN/bernhard schreglmann
Symbolbild.

Die letzten Vorräte seien im Juli in Algerien aufgebraucht worden, teilte die Organisation am Montag in Nairobi mit. UNEP-Chefin Inger Andersen sprach von einem "riesigen Meilenstein". Verbleites Benzin belastet nach Angaben der UNO Luft, Boden und Trinkwasser und kann Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Krebs verursachen.

Das in dem Treibstoff enthaltene Tetraethylblei soll auch die Entwicklung des menschlichen Gehirns, vor allem bei Kindern, negativ beeinflussen. 1985 wurde das Tankstellennetz in Österreich auf unverbleites Benzin umgestellt, die generelle Umstellung des Superbenzins auf "bleifrei" erfolgte mit Stichtag 1. Februar 1993, in Deutschland wurde verbleites Benzin 1988 und bleihaltiges Super-Benzin 1996 verboten, das endgültige Verbot kam in der Europäischen Union 2000. Japan war 1980 das erste Land, in dem verbleites Benzin komplett verboten wurde. 2015 erklärten sich die Ölproduzenten Irak und Algerien bereit, verbleiten Treibstoff endgültig abzuschaffen.

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