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Salzburger Hochschulwochen: Warum "einfach glauben" auch nicht immer schlau ist

"Die Komplexität der Welt und die Sehnsucht nach Einfachheit" - was heute Zeitgeist und Lifestyle ist, machen die Salzburger Hochschulwochen zum Thema. Obmann Martin Dürnberger über die Gefahren, die ein allzu blauäugiger Glaube an Gott mit sich bringen kann.

"Migration, Digitalisierung, Klimawandel, Finanzmärkte - unsere Welt ist komplex geworden", stellt Martin Dürnberger fest. Der Professor für Fundamentaltheologie und Ökumenische Theologie an der Universität Salzburg ist Obmann der Hochschulwochen, die von 29. Juli bis 4. August in Salzburg stattfinden.

Und obwohl es vielen Dingen im Leben gut tut, wenn sie einfach(er) gehalten werden, so will Dürnberger den Glauben von diesem Trend ausgenommen wissen. Warum? Ein allzu schlichter Glaube birgt auch Gefahren. Stichwort Fundamentalismus: "Dieser lebt von der Illusion, den Glauben könnte man handlich halten", warnt der Theologe.

Dass neben der praktischen Ausübung, Traditionen und Riten auch ein fundiertes Hintergrundwissen unerlässlich ist, gilt wohl für alle Religionen. Ein Blick auf das Christentum zeigt laut Dürnberger, dass es immerhin vier Evangelien braucht, um aus unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen, wer dieser Jesus von Nazareth war.

„Fundamentalismus lebt von der Illusion, den Glauben könnte man handlich halten“, sagt Hochschulwochen-Obmann Martin Dürnberger. SN/andreas kolarik
„Fundamentalismus lebt von der Illusion, den Glauben könnte man handlich halten“, sagt Hochschulwochen-Obmann Martin Dürnberger.

Hochschulwochen-Obmann Martin Dürnberger spricht in seinem Interview von einem Song der "21 Pilots" - den gibt es hier zum Hineinhören:

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