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Vor allem geistige Gesundheit betroffen: WHO weist auf Langzeitfolgen der Pandemie hin

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verweist auf die Langzeitfolgen der Coronapandemie für die geistige Gesundheit der Menschen.

Das Virus wird die Menschheit wohl noch länger beschäftigen. SN/APA (Symbolbild)/Robert Michael
Das Virus wird die Menschheit wohl noch länger beschäftigen.

Es seien nicht nur die Infektionen und die Angst vor einer solchen Ansteckung, die auf die Psyche schlagen könnten, teilte das WHO-Regionalbüro Europa in Kopenhagen am Donnerstag mit. Auch von den psychologischen Effekten von Lockdowns und Selbstisolation sei jeder auf die eine oder andere Weise betroffen.

Dazu kämen noch die Folgen von Arbeitslosigkeit, finanzielle Sorgen und soziale Ausgrenzung und weitere Faktoren, hieß es. "Die Menschen in der europäischen Region brechen buchstäblich unter der Belastung von Covid-19 und dessen Folgen zusammen", erklärte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge. Die Auswirkungen der Coronakrise hätten hinsichtlich der geistigen Gesundheit und dem Wohlbefinden der Menschen enormen Tribut gefordert.

Gleichzeitig biete die Pandemie Ländern eine Gelegenheit, ihre psychische Gesundheitsversorgung zu überdenken und zu reformieren. "Das ist eine Gelegenheit, bei der es sich kein Land leisten kann, sie zu verschwenden, wenn wir besser und stärker wieder aufbauen wollen", so Kluge. Psychische Gesundheit und Wohlbefinden sollten als grundlegende Menschenrechte betrachtet werden.

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