Wissen

Vorarlberg vergab zwei Spezialpreise für Wissenschaft

Die Sozialwissenschafterin Livia Fritz und der Elektrotechniker Lukas Mennel erhalten 2021 den Spezialpreis für Wissenschaft des Landes Vorarlberg. "Hauptpreis" und "Würdigungspreis" werden in diesem Jahr nicht vergeben, da die Verleihung der Wissenschaftspreise 2020 aufgrund der Coronapandemie noch nicht vorgenommen werden konnte, informierte das Land am Freitag. Die Ehrungen aller Preisträger - 2020 und 2021 - soll am 8. November stattfinden.

Die Wissenschaftspreise 2020 wurden der Pharmazeutin Judith Rollinger und dem Strukturbiologen Matthias Wolf zuerkannt, der Rechtswissenschafter Michael Waibel wurde mit einem Würdigungspreis ausgezeichnet, die Spezialpreise gingen an die Chemikerin Barbara Rietzler und den Philosophen Murat Ates. Zur feierlichen Verleihung kam es bisher aber nicht. Damit allen Preisträgern des Wissenschaftspreises 2020 die verdiente Bühne geboten werden könne, habe man sich heuer auf die ausschließliche Vergabe von Spezialpreisen konzentriert, erklärten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrätin Barbara Schöbi-Fink (beide ÖVP). So werde der Nachwuchs in den Fokus gesetzt.

Livia Fritz (Jahrgang 1989) schloss 2013 das Studium der Internationalen Entwicklung an der Universität Wien ab und absolvierte in weiterer Folge ein Doktoratsstudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin sammelte sie Erfahrung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und an der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung. Derzeit ist Livia Fritz als Universitätsassistentin an der ETH Lausanne am Lehrstuhl für Mensch-Umwelt-Beziehungen in urbanen Systemen tätig. Sie forscht an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik im Bereich Nachhaltigkeit.

Lukas Mennel (Jahrgang 1991) studierte Technische Physik an der TU Wien. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit 2D-Materialien, nicht linearer Optik und Optoelektronik. Derzeit arbeitet Mennel an der TU Wien zum neuromorphen maschinellen Sehen.

Der Wissenschaftspreis des Landes Vorarlberg wird seit dem Jahr 2000 vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Für den Würdigungspreis werden je 7000 Euro ausgeschüttet, für die Spezialpreise jeweils 3000 Euro. Ausgezeichnet werden Wissenschafter, die aus Vorarlberg stammen oder die herausragende Arbeiten zu Themen mit Vorarlberg-Bezug verfasst haben.

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