Wissen

Wer erregt ist, denkt einspurig

Stark negative und auch extrem positive Situationen wie Gewalt und Sex wirken sich auf die Fähigkeit des Gehirns aus, Vorgänge in der Umgebung richtig einzuordnen.

Polizisten und Richter wissen es seit Langem: Zeugenaussagen sind nach schwerwiegenden Ereignissen mit Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen, vor allem, wenn die Zeugen etwa in den Unfall oder den Überfall selbst verwickelt waren. Die Wissenschaft liefert dazu Untersuchungen, die zeigen, dass das Gedächtnis unzuverlässig ist und Erinnerungen selten dem tatsächlich Erlebten entsprechen. Bisherige Forschung konnte zudem zeigen, dass Erinnerungen im Langzeitgedächtnis, die unter hoher Erregung, etwa bei Stress und Gefahr, entstanden sind, häufig Ereignisse weniger detailreich abbilden.

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