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Wie gelingt der Blick zurück ohne Zorn?

Sich mit dem Unvollkommenen im Leben anzufreunden ist eine der großen Herausforderungen nicht nur im Alter. Ein SN-Gespräch über Zorn, Versöhnung und die gar so Hochanständigen, denen es manchmal an Liebe fehlt.

 SN/stockadobe.com

In seinem neuen Buch lässt Uwe Böschemeyer einen alten Mann auf das Leben zurückschauen, samt allen Zweifeln, die dabei aufkommen.

Herr Böschemeyer, wie kann man ohne Zorn auf sein Leben zurückschauen? Böschemeyer: Wir müssen unterscheiden zwischen dem Rückblick, der sich auf Schönes, Gutes bezieht. Der ist notwendig. Das ist ein Stück Ernte unseres Lebens. Unsere Seele lebt von dem, was sie dabei erinnert. Und dem Schwierigen. Dieser Rückblick wird nicht ganz ohne Zorn gelingen. Manchmal wird dieser Zorn sogar heftig sein. Aber je mehr ein Mensch von sich selbst versteht und davon, wie sein Leben verlaufen ist, desto großmütiger wird er auch auf das sehen, was andere Menschen ihm angetan haben.

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