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Wiener Forscher bauten mit künstlicher Intelligenz "Genverstärker"

Mithilfe von künstlicher Intelligenz kreierten Forscher des Instituts für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien "Genverstärker" (Enhancer), die das Ablesen von Genen auf eine gewünschte Stufe hochregeln. Damit könnte man in Zukunft Gentherapie betreiben, erklären sie in einer Aussendung. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht.

Ein Team um Alexander Stark und Bernardo Almeida entwickelte einen Lernalgorithmus namens "DeepSTARR", der bei Fruchtfliegen die Aktivität von Genverstärkern anhand seines genetischen Codes (der Gensequenz) vorhersagte. "Wir fanden dabei universelle Regeln, die auch bei anderen Arten wie Menschen gelten", so Stark.

Mithilfe dieser Regeln designten die Forscher dann künstliche Genverstärker für Fruchtfliegenzellen. "Sie konnten die Stärke der synthetischen Enhancer mithilfe der Regeln einstellen, die DeepSTARR ermittelt hatte", heißt es in der Aussendung. Damit könnte man in Zukunft die Genaktivität etwa bei einer Gentherapie regulieren, erklärte Almeida.

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