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Wolkenforscher schickengrünes Laserlicht in den Himmel

Mit einem grünen Laserlicht sind Wissenschaftler des Leipziger Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung der Wolkenbildung auf der Spur.

Wolkenforscher schickengrünes Laserlicht in den Himmel SN/robert ratzer
Wolkenforscher schickengrünes Laserlicht in den Himmel

Die Messungen basieren auf der Geschwindigkeit des Lichts, das sich immer konstant schnell ausbreitet - mit rund 300 000 Kilometern pro Sekunde. Aerosole in der Höhe reflektieren einen Teil des Lichts zurück. "Dadurch können wir genau messen, in welcher Höhe sich wie viele Partikel befinden", erläuterte Baars.

Genaugenommen schicken die Wissenschaftler in Leipzig nicht nur den grünen Laserstrahl nach oben, sondern noch zwei weitere im nicht sichtbaren Bereich. Auch der grüne Strahl ist nicht immer zu sehen. Das hänge von der Wetterlage ab, sagte Baars. Ist die Luft relativ feucht, ist der Strahl am ehesten zu sehen. Immer wieder fragen Bürger nach, was es mit dem Licht auf sich hat.

Neben ihrer Forschung zur Wolkenbildung konnten die Forscher schon zeigen, dass es Sahara-Staub im Sommer tatsächlich häufig bis nach Deutschland schafft. Und als Islands berühmter Vulkan Eyjafjallajökull vor einigen Jahren den Flugverkehr lahmlegte, wiesen die Leipziger Troposphärenforscher mit ihren Messungen die genaue Höhe und Massenkonzentration der Vulkanasche nach.

Quelle: Dpa

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