Pfingstfestspiele Salzburg

Salzburger Pfingstfestspiele 2017: Festival zieht positive Bilanz

Die Salzburger Festspiele haben am Montag eine positive Bilanz über die Pfingstfestspiele 2017 gezogen.

Ariodante mit Cecilia Bartoli und Christophe Dumaux. SN/salzburger festspiele / monika rittershaus
Ariodante mit Cecilia Bartoli und Christophe Dumaux.

Rund 12.400 Besucher aus 42 Nationen sind zu dem Festival unter der künstlerischen Leitung von Cecilia Bartoli gekommen.

Damit wurde ein Besucherplus von über acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Die Gesamtauslastung liegt bei 94 Prozent.

"Es ist immer wieder faszinierend wie es Cecilia Bartoli gelingt, kraft ihres persönlichen Einsatzes, ihrer Phantasie und ihrer großen Musikalität das Publikum in ihren Bann zu ziehen", resümierte der Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser.

Es waren heuer bereits die sechsten Pfingstfestspiele, die Bartoli künstlerisch leitete. Unter dem Motto "Wonne der Wehmut" wurden zwischen 2. und 5. Juni acht Veranstaltungen aufgeführt - darunter Konzerte, Oper, Ballett und ein Charity Lunch.

Triumphaler Auftakt und begeistert applaudierter Abschluss der diesjährigen Pfingstfestspiele war die Oper Ariodante.

Cecilia Bartoli verwandelte sich in ihrer Hosenrolle als Ariodante vom Ritter in Rüstung und mit Bart über die drei Akte zu einer Frau - am Ende liebten sich zwei Frauen. Im Sommer wird Ariodante im Rahmen der Salzburger Festspiele wieder aufgenommen. Premiere ist am 16. August 2017.

Zwei sehr emotionale Ereignisse verliehen den Pfingstfestspielen eine besondere Stimmung, wie es in einer Aussendung der Festspiele hieß: Das 40-jährige Bühnenjubiläum von Anne-Sophie Mutter und der Geburtstag von Cecilia Bartoli, die ihren Festtag arbeitend beging und in der konzertanten Aufführung von Gioachino Rossinis Oper La donna del lago bejubelt wurde.

"Dass meine Ideen für die Pfingsttage auch dieses Jahr auf so großes Interesse stießen, rührt mich und ist mir sogleich Ansporn, in den nächsten Jahren noch interessantere Themen und Konstellationen mit Künstlerfreunden aus aller Welt zu kombinieren und aufführen zu dürfen", sagte Bartoli. Das nächstjährige Füllhorn mit Musik von Rossini, Wagner, Tschaikowski, Grieg und anderen sei bereitet, erklärte sie und gab ein Versprechen ab: "Isabella in Rossinis L'Italiana in Algeri wird sich wieder ohne Bart auf die Suche nach ihrem verloren geglaubten Liebhaber machen...". Bartoli wird die Rolle der Isabella singen.

Was die Besucher des diesjährigen Festivals betraf, so war Russland nach Österreich, Deutschland, Schweiz und Frankreich erstmals die fünftstärkste Nation zu Pfingsten. Laut den Festspielen ist das Interesse an den Pfingstfestspielen von Gästen aus Überseenationen ungebrochen. "In diesem Jahr konnten die Salzburger Festspiele in diesen vier Tagen Besucher aus Australien, Neuseeland, Südafrika, Singapur, Südkorea, Japan, Thailand, Kanada und den USA begrüßen." Zum ersten Mal zu Pfingsten kamen auch Gäste aus dem Oman nach Salzburg.

Seit 2012 unterstützt eine Luxusuhren-Marke die Salzburger Festspiele als Hauptsponsor und die Pfingstfestspiele, diese Kooperation wurde nach Angaben der Festspiele bis 2021 verlängert. Das Motto der Salzburger Pfingstfestspiele 2018 heißt "1868 - Zeitenbrüche", sie finden von 18. bis 21. Mai 2018 statt.

Quelle: APA

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