EU-Wahl 2019

FPÖ reichte Vorschlag für EU-Wahl ein

Die FPÖ hat am Freitag als erste der großen Parteien ihren Wahlvorschlag für die EU-Wahl im Innenministerium eingereicht. Dabei schlossen Parteichef Heinz-Christian Strache und Spitzenkandidat Harald Vilimsky nicht aus, eventuell auch stärkste Partei werden zu können. Eine "inhaltliche Kluft" orten beide zwischen ÖVP-Obmann Sebastian Kurz und dessen Spitzenkandidaten Othmar Karas.

Strache und Vilimsky würden auch stärkste Partei werden wollen SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Strache und Vilimsky würden auch stärkste Partei werden wollen

Eine "Stärkung der österreichischen Interessen" und ein "Ende der unverantwortlichen Willkommenskultur" erhofft sich Strache als Ergebnis der Wahl. Drei rechte Fraktionen im EU-Parlament könnten zu einer verschmelzen, sagte er. Vilimsky sprach von einer "Wähler-Gewinn-Aktion", der er freilich nach oben kein Limit setzen wollte. Dass man fix Zweiter werde, ist für ihn lediglich eine "Mutmaßung".

Einen Kunstgriff wandten Strache und Vilimsky im Umgang mit dem Mitbewerber bei der Wahl, aber auch derzeitigem Koalitionspartner an: "Wir grenzen uns von dem Spitzenkandidaten der ÖVP ab, der permanent die Regierung kritisiert", so Strache. Bei den Freiheitlichen passe zwischen Parteichef und Listenersten hingegen "kein Blatt Papier". Den Sozialdemokraten - auch europaweit - konstatierte Vilimsky eine "Sinnkrise der Ideologie".

Zeit, um ihre Wahlvorschläge einzubringen, haben die Parteien noch bis zum 12. April. Spätestens um 17 Uhr müssen diese ausreichend unterstützt im Innenministerium eingereicht werden.

Quelle: APA

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