100 Jahre Republik

100 Jahre Republik

Ein Land macht Erfolgsgeschichte. Die Republik Österreich wird heuer 100 Jahre alt. Die SN führen ihre Leserinnen und Leser durch dieses Jahrhundert - jeden Donnerstag und Samstag, ein ganzes Jahr lang.

Nur wer über die Vergangenheit Bescheid weiß, kann die Zukunft gewinnen. Diesem Grundsatz haben sich die "Salzburger Nachrichten" im Jubiläumsjahr 2018 verschrieben. Wir blicken auf 100 Jahre Republik zurück - ein Jahrhundert, das eine Reihe weiterer geschichtlicher Wendepunkte aufweist. Das Ende der Demokratie 1933/34. Den "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland 1938. Kriegsende und Staatsvertrag. Die Waldheim-Jahre und den EU-Beitritt. Und natürlich jede Menge wirtschaftlicher und chronikaler, sportlicher und kultureller Ereignisse.

Das österreichische Jahrhundert weist keineswegs nur Höhepunkte auf. Doch nimmt man die Referenzjahre 1918 und 2018 als Vergleichswert, ist dieses Land reicher, friedlicher und sozial ausgeglichener geworden, als es sich die Menschen vor 100 Jahren träumen ließen. Beginnend mit 4. Jänner beleuchten die SN jeweils am Donnerstag und am Samstag jeder Woche ein Jahr des abgelaufenen Jahrhunderts.

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Es war der 23. August 2006, als der damals 18-jährigen Natascha Kampusch die Flucht gelang - nach 3096 Tagen Gefangenschaft.

Das Gedenkjahr 2018 nähert sich seinem Höhepunkt.

Der Einstieg in das Fußballgeschäft war aufwendig inszeniert.

Landeshauptmann. So nannten sich bis 2004 alle Regierungschefs an der Salzach. Eine Landeshauptfrau? Das war neu.

Lange wurde um einen Standort für das neue Stadion gerungen.

Es war die Sommer-Affäre des Jahres 2003. Auch wenn nur wenige den Salzburger Kunst-Aufreger live sahen, kannten ihn die meisten doch aus den Medien:

Von manchen herbeigesehnt, von anderen strikt abgelehnt: Mit 1. Jänner war der Euro die neue Währung der Österreicher. 13,7603 Schilling mussten ab dann in einen Euro umgerechnet werden. Mit Rechenfehlern, sagt Wirtschaftspsychologe Erich Kirchler.

Es ist eines jener Ereignisse, an das man sich nicht nur erinnert. Die meisten wissen sogar noch exakt, wo sie waren, als sie von jenen tragischen Ereignissen erfahren haben, die sich am 11. September 2001 abgespielt haben.

Die Brandkatastrophe in der Kapruner Gletscherbahn zum Kitzsteinhorn gilt als größte zivile Katastrophe der Zweiten Republik.

Jörg Haider war in seinem Element an jenem 29. Jänner 2000. Er stand mit seiner FPÖ kurz vor der Regierungsbeteiligung, feierte auf der Gerlitzen, einem Skiberg im Norden des Ossiacher Sees, seinen 50. Geburtstag - und sprach Deftiges in jedes dargebotene Mikrofon ...

Der Mann, der auf dem Titelbild der SN-Ausgabe vom 31. Mai 1999 ein Mädchen aus Traunstein in Sicherheit bringt, trägt auch heute noch eine rote Einsatzjacke. An jenen Samstag im Mai 1999 um 5 Uhr früh kann sich Rot-Kreuz-Mann Horst Ortner noch gut erinnern ...

"Ist da wer?", hatte OMV-Spezialist Leopold Abraham in die Tiefe gerufen und bekam zur Antwort: "Ja, ich bin's, der Georg. Es geht mir gut, nur die Füße sind etwas kalt."

Als die zweifache Mutter eines Tages in der Zeitung las, dass beim Bundesheer Frauen aufgenommen werden sollten, bewarb sie sich sofort. "Das war das, was ich immer wollte."

Wie haben sich Kriminalität und Polizeiarbeit seit Schengen entwickelt?

1997 - Grenzenlose Freiheit

1997 - Grenzenlose Freiheit

Schengen machte die Wege frei: Mit 1. Dezember 1997 fielen die Kontrollen an den ersten Grenzübergängen. Wie der …

Im April öffnete das Innenministerium dann in Weißbach bei Lofer das erste der 79 Waffendepots. Es enthielt Pistolen, Maschinenpistolen und ein Panzerabwehrrohr mit Munition.

Das naheliegende Bild der "Trümmerfrau" - also der weiblichen Politikerin, die erst dann an die Spitze treten darf, wenn die Männer den Karren in den Graben gefahren haben - behagt der ersten Landeshauptfrau Österreichs ganz und gar nicht.

Am 11. Juni 1995 war es soweit: Als erster Österreicher gewann Thomas Muster ein Tennis-Grand-Slam-Turnier, nämlich die French Open in Paris.

Die SN trafen Brigitte Ederer zum Gespräch über den EU-Beitritt, die Stimmung im Land und darüber, was es mit dem "Ederer-Tausender" wirklich auf sich hat.

Im Viertelfinale wartete Eintracht Frankfurt und im Halbfinale dann der Karlsruher SC. Die Heimspiele wurden ins Wiener Ernst-Happel-Stadion verlegt und hatten "fast schon Länderspielcharakter", wie Tormann Otto Konrad sagte.

Franz Vranitzky, der als Bundeskanzler (1986 bis 1997) die SPÖ auf eine proeuropäische Linie gebracht hatte, sagt heute: "Mit zwei Drittel Zustimmung konnte man vorher nicht rechnen, das durfte man nicht erwarten."

Das Lichtermeer erhellte den Heldenplatz und weite Teile der Wiener Innenstadt.

Der geläuterte "Häfenliterat" wird in der "Seitenblicke"-Gesellschaft herumgereicht, Frauen liegen ihm zu Füßen. Kurz nach seiner Entlassung beginnt die Mordserie.

Wie kommt es, dass Tobi Reiser so bald nach Kriegsende wieder seine volkskulturellen Aktivitäten aufnehmen und Karriere machen kann?

"Rudi saß friedlich im Auto, hatte keine Verletzung, er blutete nicht. Er sah aus, als würde er schlafen."

Sonntag, 26. Mai 1991: Knapp vor Mitternacht MEZ läuft die erste Eilmeldung der Austria Presse Agentur über den Ticker: "Flugzeug der Lauda Air über Thailand explodiert".

Stürmerstar Toni Polster gehörte zum Repertoire jedes Imitators, mit Vokuhila-Perücke und der Standardphrase "Ja, das stiiiimmt!" auf Reporterfragen antwortend.

Der Lebemann beherrschte als findiger Geschäftsmann, Prokurist des Nobelkonditors Demel und Betreiber des Club 45 die Schlagzeilen. Er hatte eine Vorliebe für Frauen und Waffen und beste Kontakte zu Promis und Politikern.

Schlag Mitternacht vom 10. auf den 11. September 1989 änderte sich die Situation: Ungarn öffnete die Grenze in Hegyeshalom-Nickelsdorf für die Ostdeutschen. Als erstes fuhr eine DDR-Familie im rostbrauen Lada nach Österreich.

Und noch jemand verstörte: "Das wissen Sie ja so gut wie ich, dass die österreichische Nation eine Missgeburt gewesen ist, eine ideologische Missgeburt."

Der ORF strahlt erstmals "Salzburg heute" aus, die Tauernautobahn wird fertiggestellt und auch international tut sich jede Menge in diesem Jahr 1988.

"Auf dem Mozartplatz standen mehr als 10.000 so dicht gedrängt, daß sie bei der Wandlung keinen Platz hatten, um niederknien zu können, auch der Alte Markt war dicht besetzt."

"Man hat mit ihm ein Bier trinken können. Problematisch wurde es nur, wenn das Gesprächsthema auf die Kirche kam."

Doch die wahren Machtverhältnisse spiegeln immer noch den alten rot-schwarzen Gegensatz: Hier die schwarzen Arbeitgeberverbände, dort die rote Gewerkschaften.

Anfang März 1986 wird es erstmals publik: Der Ex-UNO-Generalsekretär und ÖVP-Kandidat für die Bundespräsidentenwahl, Kurt Waldheim, dürfte über seine Kriegsvergangenheit nicht die volle Wahrheit gesagt haben.

"Franz Möst überstand die Pannen souverän", heißt es am nächsten Tag in den Salzburger Nachrichten. "25 Lenze erst zählt er und hat doch schon viel von sich reden gemacht."

Karl-Heinz Ritschels SN-Leitartikel gipfelt in der Aufforderung an Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, die gesamte Regierung abzuberufen. So etwas hat es noch nie gegeben. Was war geschehen?

Eines aber habe er nicht verstanden: dass sich viele Au-Besetzer über das harte Vorgehen der Exekutive beschwerten. "Was haben die Leute erwartet?" Es sei klar gewesen, dass es Schläge gebe.

In Salzburg demonstrierten 850 Menschen gegen das Offenhalten der Geschäfte. Es herrschte Erleichterung, dass der ÖGB keine "Wiener Kerntruppen" mobilisiert hatte.

Der ehemalige Caritas-Präsident Franz Küberl schwelgt in Erinnerungen über den Papstbesuch von Johannes Paul II in Österreich:

Kulturwissenschafter Roman Horak über ein Duell, das viel mehr Bedeutung hat, als es scheint:

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Ein Land macht Erfolgsgeschichte. Die Republik Österreich wird heuer 100 Jahre alt. Die SN führen ihre Leserinnen …

Es ist der bis dahin größte Skandal der gerade 35 Jahre alten Zweiten Republik im Jahr 1980:

Kreisky setzte diese Ernennungen nur gegen großen Widerstand innerhalb der Parteigremien und Opposition durch. Sie gelten als Beginn der Institutionalisierung der Frauenpolitik in Österreich.

Nepal. Die Meereshöhe beträgt 8848 m. Noch niemand war dort hinauf in die dünne Luft gestiegen ohne der Verwendung von künstlichem Sauerstoff.

Zwentendorf war - so sahen es die einen - die schon fertig errichtete Zukunft des Landes, der in Beton gegossene Fortschritt.

Sie sind aus Metall, nur knapp einen Meter mal 60 Zentimeter groß, aber sie haben das Potenzial für enorme Erregungen. Im südlichsten Bundesland Österreichs zumindest. Die Rede ist von den Ortstafeln.

Der "Fall Lucona" brachte Udo Proksch wegen sechsfachen Mordes ins Gefängnis.

Der 1. August 1976 wird Friedrich Fürst für immer in Erinnerung bleiben - er überlebte den Einsturz der Reichsbrücke.

Es war die zweite Hiobsbotschaft an diesem 1. August. Am Nachmittag schockierte die Meldung "Lauda auf dem Nürburgring schwer verunglückt und in Lebensgefahr" nicht nur Österreich.

Erst unter dem legendären und zu seiner Zeit auch vielfach angefeindeten SPÖ-Justizminister Christian Broda kam es zu grundlegenden Änderungen.

"Mein Bauch gehört mir" oder "Das Leben ist ein Grundrecht": Die Einführung der Fristenlösung in Österreich war über Jahre heftig umstritten.

Bis zu den Sommerfestspielen 1975 sollten die 1500 Parkplätze zur Verfügung stehen.

Für viele ist Konrad Lorenz der wichtigste Naturwissenschaftler der Nachkriegszeit. Sein Erfolg war nicht zuletzt auch seiner Sprachkunst geschuldet:

Die Universitätsreform 1972 ermöglichte Studentinnen und Studenten den gebührenfreien Zugang:

Unerhört war das. Und bis dahin hier zu Lande auch ungehört, Legenden waren geboren - wie lebt sich's heute damit, Wolfgang Ambros?

Kreisky war der erste Bundeskanzler, der virtuos auf der Klaviatur der Medien zu spielen wusste.

Zum ersten Mal betreten Erdbewohner einen anderen Planeten. Die ORF-Live-Übertragung der Mondlandung war bei den Zuschauern Quotenkönigin.

Günter Brus interpretierte die Bundeshymne am 7. Juni 1968 auf ganz eigene Weise - nackt auf einem Stuhl, mit Kot beschmiert.

Der "Österreichische Rundfunk", der mit Abzug der Besatzungsmächte den "Sender Rot-Weiß-Rot" ablöste, hätte auch Sender "Rot-Schwarz" heißen können.

Es ist jenes Frühjahr, in dem der junge Schriftsteller Peter Handke "zur Sensation der sprachkritischen Avantgarde-Literatur" wurde ...

Auch 53 Jahre später kennen die meisten Salzburger weder den Film noch die tatsächliche Geschichte der Familie Trapp. Dabei trägt der Streifen noch mehr als Mozart und die Festspiele dazu bei, dass die Touristiker von Jahr zu Jahr einen neuen Besucherrekord verkünden können.

Es ist der 21. November 1964. Als der Vorarlberger Landeshauptmann Herbert Keßler auf einer Dienstreise in Innsbruck aus dem Zug geholt wird, erwartet ihn eine Schreckensbotschaft ...

Streiks und Proteste sind in Österreich eher selten. Am 2. November 1966 war einer dieser Tage, an der diese Regel außer Kraft gesetzt wurde:

Von 1956 bis 1988 wurden insgesamt 361 Anschläge von Südtiroler Freiheitskämpfern registriert, 21 Menschen verloren dabei ihr Leben:

Es war ein Treffen auf allerhöchster Ebene, das am 3. und 4. Juni 1961 Wien in den Ausnahmezustand versetzte:

Als im Jahr 1948 Ilse Aichingers Roman "Die größere Hoffnung" erschien, war er ein absoluter Singulär. Niemand sonst in Österreich wagte es, über die jüngste Vergangenheit zu schreiben, und so sollte es noch lange bleiben ...

Die Arbeitswelt anno 1959: Damals verkürzten die Sozialpartner die Wochenarbeitszeit von 48 auf 45 Stunden pro Woche.

Franz Antels Komödie "Oh . . . diese Ferien" kommt 1958 ins Kino. In dem Film fährt Familie Petermann zu sechst in den Urlaub nach Italien. Im selben Jahr läuft im Radio ständig der italienische Schlager "Volare" - es ist der Hit des Jahres 1958.

Die letzten US-Soldaten waren längst nach Hause gefahren. Aber dass Amerika im Jahr 1957 dennoch überall in Salzburg gegenwärtig war, zeigt ein Blick auf Bilder und Zeitungsbände der Zeit.

Es gibt Sieger und es gibt Sportstars und dann gibt es in der Welt des Sports noch eine dritte Kategorie: Helden. Doch dazu steigt nur jemand auf, der abseits aller sportlichen Erfolge den Lebensnerv einer Generation trifft.

Am 11. April 1955 heben vom sowjetischen Militärflugplatz Bad Vöslau zwei Sondermaschinen vom Typ Iljuschin ab ...

Ob es sich beim Hotel Europa um einen Schandfleck oder um Baukunst handelt, beschäftigt die Salzburger bis heute.

Im März 1953 führt der 22-jährige Kurt Löbl, der spätere Kulturchef im österreichischen Fernsehen, Klage über die Jugend.

Diesen Anblick wollte sich niemand entgehen lassen. Von überall her kamen Schaulustige und standen Spalier auf der Strecke von Linz nach Wien.

"Keine Rückkehr zum Protektorat einer Partei über die Kirche, das vielleicht zeitbedingt notwendig war, aber Zehntausende von der Kirche entfremdete." Das ist ein Kernsatz des "Mariazeller Manifestes", mit dem sich die katholische Kirche Österreichs von 1952 an schrittweise von der Parteipolitik zu lösen versuchte.

Es herrschte eine angespannte Stimmung in den letzten Maitagen des Jahres 1951.

"Trnka war völlig ruhig", schreiben die SN in ihrer Ausgabe vom 25. März 1950 - und beziehen sich dabei auf die letzten Augenblicke im Leben des Johann Trnka.

Mehr als eine halbe Million Österreicherinnen und Österreicher waren Mitglied der NSDAP. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs stellte sich für die Alliierten und die provisorische Bundesregierung die Frage, was mit diesen Personen passieren sollte.

Am 5. Juni 1947 hielt US-Außenminister George C. Marshall an der Harvard University eine Rede, die in die Geschichte eingehen und deren Inhalte die Außen- und Wirtschaftspolitik Europas und der USA auf Jahrzehnte entscheidend prägen sollte.

Was mit dem "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland begonnen hat, fand nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in der Auseinandersetzung um "die Ehemaligen" eine teils unrühmliche Fortsetzung.

Die gnadenlose Direktheit, mit der Ernst Lothar die Wiener im Jahr 1946 porträtiert, gelingt in seiner Außensicht des US-Amerikaners, der sich Österreich angehörig fühlt.

Spätestens seit der Katastrophe von Stalingrad 1943 war das Ende des sogenannten "Tausendjährigen Reiches" unausweichlich.

"Von fernher hören wir plötzlich Kanonendonner und bis in unsere Abgeschiedenheit dringt das Gerücht durch, die Amerikaner seien im Anmarsch."

Auf Sommerfrische fahren mitten im Krieg? Burgi Lindmayr nickt. Genauso sei es gewesen, im Sommer 1944.

Salzburg blieb 1943 vom Luftkrieg verschont. Doch ein Jahr später, im Oktober 1944, flogen auch hier die Bomben vom Himmel.

Der 13. August 1943 ist der Tag, an dem der Krieg nach Österreich kommt. Und er kommt von oben.

Spätestens 1942 musste auch Hitler-Enthusiasten klar werden, dass der von ihrem Idol entfesselte Krieg kein Spaziergang war.

Der Krieg geht in sein viertes Jahr. Die Frau geht in ihr viertes Jahr als Gestapo- und KZ-Gefangene. "Lieber Heinz", schreibt sie in einem Brief 30 Jahre später. "Glaubst Du, dass man vergessen kann, dass man dabei stand, wie ein Mensch vor Deinen Augen zertreten wurde, ja zertreten?"

An einem Donnerstagmorgen läutet es an der Tür, wo heute die Pforte von Stift St. Peter ist. Die forsche Schwester Manfreda steigt die steile Treppe von der Prälatur herunter und öffnet. Da fragen SS-Männer nach dem Erzbischof ...

Rosa Brodinger ist eine Einzelkämpferin. In ihrer Familie ist sie die Einzige, die genauer wissen will, was ihr Vater in Mauthausen gemacht hat. "Ich glaube, ich bin ein Täterkind", sagt sie.

Den Humor hat Marko Feingold auch nicht verloren, als er im Mai 1939 in Prag von der Gestapo verhaftet wurde.

War 1938 das Jahr der Übernahme der Macht, dann war 1939 das Jahr der Festigung der Herrschaft.

Wie kann man sich 80 Jahre später dem Jahr 1938 annähern, dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht am 12. März, den jubelnden Menschenmassen, dem "Anschluss"?

General Alfred Jansa braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, was kommt. Als österreichischer Militärattaché in Berlin hat er ab 1933 die aggressive Aufrüstungspolitik der Nationalsozialisten miterlebt. Seither weiß er: Hitler, das bedeutet Krieg.

Nach seinem Sprung bekam Sepp Bradl endlich eine Arbeit. Davon erzählte der Skispringer aus Mühlbach am Hochkönig noch Jahrzehnte nach dem Rekordsprung.

"Die deutschsprachige Literatur verlor einen ihrer besten Köpfe und einen Kämpfer gegen Korruption und Lüge in Kunst, Presse und Politik."

Der Aufwand war für die damalige Zeit enorm. 3000 Arbeiter hatten fünf Jahre an der Tauernquerung gearbeitet:

100 Jahre Republik

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Ein Land macht Erfolgsgeschichte. Die Republik Österreich wird heuer 100 Jahre alt. Die SN führen ihre Leserinnen …

Eine harte Bewährungsprobe für Österreichs Politik:

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Rudi Gelbard hat schon viel erlebt. Er hat auch viele überlebt. Jene 15.000 Kinder etwa, mit denen er im KZ Theresienstadt war.

Zu Beginn des Jahres 1929 froren die Österreicher. Dass man auch wirtschaftlich auf eine Eiszeit zusteuern würde, war zu Beginn des Jahres noch nicht abzusehen.

Für den heimischen Ski-Rennsport war 1928 ein geschichtsträchtiges Jahr.

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Hätte die Eskalation der Gewalt nach dem Schattendorf-Urteil vermieden werden können?

Am Morgen des 15. Juli 1927 rechnet in Wien niemand mit einem großen Aufstand. Keiner ahnt, was sich in den nächsten Stunden in der Innenstadt abspielen wird.

Die "Lyrische Suite" aus 1926 enthält ein verschlüsseltes Geständnis.

"Ich bin eine typisch altösterreichische Mischung, ungarisch, kroatisch, tschechisch, deutsch, nur mit semitisch kann ich nicht dienen", bekennt der Schriftsteller Ödön von Horvath.

Wien war hingerissen von "sechzehn vollendeten Mädchenleibern":

1925 - Tanz am Abgrund

1925 - Tanz am Abgrund

Zwischen Monarchie und Diktatur erlebt die Wiener Kabarett-, Revue- und Varietészene eine Hochblüte ohne jedes …

Dass der "Unfug der vielen Nullen" aufhöre, sei am wichtigsten, schrieb das "Wiener Montagblatt" im November 1923.

Wieviel Profifußball verträgt Österreich? Diese Frage beschäftigte die Fußballszene schon vor knapp 100 Jahren.

Wie unruhig die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg in Österreich war, lässt sich allein an der Zahl der Regierungschefs ablesen:

Spätestens 1922, so schien es, war es am Ende. Jenes Österreich, welches die alliierten Siegermächte als "den Rest" des habsburgischen Großreiches betrachteten.

Fast 100 Prozent stimmten in Salzburg für den "Anschluss":

Was dem Österreich von heute seine Form gab:

Marko Feingold ist einer der prominentesten unter jenen Österreichern, die zum Zeitpunkt der Ausrufung der Republik bereits auf der Welt waren:

Ob Georges Clemenceau, der französische Ministerpräsident, den Satz jemals gesagt hat, ist unbekannt. Gepasst hätte er jedenfalls: "Der Rest ist Österreich."

Ein hundertjähriger Zeitzeuge erzählt: "Ich war ein wilder Hund. Ich hatte nie Liebeskummer."

SN-Redakteur Alexander Purger darüber, warum es Sinn macht, sich mit der Geschichte zu beschäftigen:

SN-Redakteur Thomas Hödlmoser über das Jahr 1918, in dem das alte Österreich unterging:

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