Innenpolitik

50 Mio. Euro für Forschungsinfrastruktur

Das Wissenschaftsministerium hat aus dem mit 97,5 Millionen Euro gefüllten Topf der Hochschulraum-Strukturmitteln 50 Mio. Euro für Forschungsinfrastruktur vergeben. Nach einer Ausschreibung wurden insgesamt 56 Projekte ausgewählt, in denen Unis vor allem bei der Erneuerung und Erweiterung von Forschungsinfrastruktur kooperieren, teilte das Ressort am Donnerstag mit.

Mitterlehner wählte 56 Projekte aus.  SN/APA (Archiv)/ROBERT JAEGER
Mitterlehner wählte 56 Projekte aus.

Mit den Fördermitteln soll den Unis "modernste Ausstattung" ermöglicht werden, erklärte Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP). Neben der Erneuerung und Erweiterung von Infrastruktur für die Grundlagenforschung soll den Unis auch die Möglichkeit gegeben werden, unkonventionelle Projekte zu realisieren und interdisziplinäre Forschungsarbeiten weiter zu entwickeln. Bei der Förderung handelt es sich um eine Anschubfinanzierung. Die Projektpartner müssen dafür sorgen, dass die Finanzierung über 2018 hinaus gesichert ist.

Zu den geförderten Projekten gehören etwa Infrastruktur zur Visualisierung molekularer Verteilungen in Zellverbänden und Materialien für Technische Universität (TU) Wien, Medizin-Uni Wien und Veterinärmedizinische Universität Wien, Softwareinfrastruktur für Life Science und Big Data für die Unis Wien und Innsbruck und die Medizin-Uni Wien oder eine Einrichtung für wissenschaftliche Bohrkernanalysen für die Unis Innsbruck, Graz, Salzburg und Wien, das Naturhistorische Museum, die Universität für Bodenkultur und die Montanuniversität Leoben. Gefördert werden auch ein Zentrum für Musiktherapie-Forschung (Musik-Uni und Medizin-Uni Wien) oder ein "Austrian Center for Fashion Research" (u.a. Akademie der Bildenden Künste, Kunstuni Linz, Ars Electronica Center, Museum für angewandte Kunst).

Die Hochschulraum-Strukturmittel sind ein Teil des Universitäts-Budgets für die Leistungsvereinbarungsperiode 2016-2018, der leistungsorientiert vergeben wird. Insgesamt stehen dafür 750 Mio. Euro zur Verfügung. Von diesem Stück des Kuchens gehen 97,5 Mio. Euro (13 Prozent) in Kooperations-Projekte. Davon wurden bereits 35 Mio. Euro für Kooperationen in der Lehre und 12,5 Mio. Zusammenarbeit in der Verwaltungsprojekte vergeben, nun folgte mit 50 Mio. Euro die Forschungsinfrastruktur.

Quelle: APA

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