Innenpolitik

56 Prozent der Österreicher erteilen Trump "Nicht genügend"

56 Prozent der Österreicher erteilen US-Präsidenten Donald Trump einen Monat nach seiner Angelobung für sein Wirken ein "Nicht genügend".

US-Präsident Donald Trump besucht hier das „Smithsonian National Museum of African American History and Culture“ in Washington. Das Zitat im Hintergrund stammt nicht von ihm sondern von Boxlegende Muhammad Ali.  SN/APA/AFP/SAUL LOEB
US-Präsident Donald Trump besucht hier das „Smithsonian National Museum of African American History and Culture“ in Washington. Das Zitat im Hintergrund stammt nicht von ihm sondern von Boxlegende Muhammad Ali.

Sein österreichisches Gegenüber Alexander Van der Bellen schnitt in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "market" erheblich besser ab: Zwei Drittel urteilten zumindest mit "Befriedigend".

Die Umfrage wurde am 16. Februar online mit 403 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung durchgeführt, also noch vor dem "Schweden-Vorfall". Die Unzufriedenheit mit Trump drückt sich nicht nur in den 56 Prozent aus, die ihn mit einem "Nicht genügend" beurteilen. Weitere 17 Prozent benoten ihn auch nur mit einem "Genügend" - macht zusammen 73 Prozent, also fast drei Viertel. 14 Prozent vergeben ein "Befriedigend", nur sechs Prozent lassen sich zu einem "Gut" und drei Prozent zu einem "Sehr gut" hinreißen - zusammengerechnet 23 Prozent. Bei Älteren fällt das negative Urteil klar höher aus, Jüngere tendieren überdurchschnittlich zu den Noten 3 und 4.

Die negativen Äußerungen von Trump zu Europa nähren bei den Österreichern kaum die Hoffnung, dass dadurch die Nationen auf dem Alten Kontinent wieder näher zusammenrücken. Nur 18 Prozent sehen Chancen, dass Europa profitiert, 62 Prozent befürchten hingegen langfristige Schäden für die politischen Beziehungen mit den USA, unter denen man noch länger leiden könnte.

Für die Meinungsforscher drängte sich ein Vergleich mit dem neuen österreichischen Präsidenten auf, der nahezu gleich lang im Amt ist. Über 60 Prozent der Befragten haben Trumps Wirken intensiv im Fokus, bei Van der Bellen sind es mit knapp 40 Prozent deutlich weniger. Das könnte aber auch auf ein "reduziertes Konfliktpotenzial" beim heimischen Staatsoberhaupt zurückzuführen sein. Denn von zusammengerechnet 64 Prozent bekommt er als schlechteste Note ein "Befriedigend", darunter befinden sich 28 Prozent, die ein "Gut" und 19 Prozent, die sogar ein "Sehr gut" vergeben. Nur jeweils zehn Prozent urteilen mit "Genügend" beziehungsweise "Nicht genügend".

Quelle: APA

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