Innenpolitik

Airpower: 240 Luftfahrzeuge und strenge Einlasskontrollen

Mit 240 Fluggeräten aus 20 Nationen und verschärften Sicherheitsmaßnahmen geht am 2. und 3. September die Flugshow Airpower in Zeltweg an den Start. "Die Airpower 2016 ist mit Sicherheit eine der größten Veranstaltung in Österreich und in Europa, mit bis zu 300.000 Besuchern", so Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil (SPÖ) bei der Präsentation am Donnerstag.

Airpower: 240 Luftfahrzeuge und strenge Einlasskontrollen SN/APA/BUNDESHEER/ANDREAS MACHER
Flugshow geht am 2. und 3. September in Zeltweg über die Bühne.

Für die Region sei die Airpower eine wichtige Veranstaltung und ein Wirtschaftsfaktor. "Für das Heer ist sie ein Event zur Präsentation seiner Fähigkeiten und ein ganz großer Werbeträger", so der Minister. Die Kosten von 3,6 Mio. Euro teilten sich die Veranstalter Bundesheer, Red Bull und Land Steiermark. Der Kostenrückfluss könne erstmals beim Heer bleiben, so Doskozil. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Oberst Peter Schinnerl, Projektleiter der Airpower, nannte das Motto der Flugshow: "Wir fliegen auf Österreich". Es sei wichtig zu zeigen, was normalerweise unbeachtet in den Höhen des Luftraums über Österreich passiere. Den internationalen Vergleich brauche man weder bei Gerät noch bei Piloten zu scheuen. Im Rahmenprogramm werde auch die passive Luftraumüberwachung und die Fliegerabwehr dargestellt.

Es handle sich um eine Riesenprojekt, so Schinnerl: "Seit einem Jahr arbeiten rund 50 Personen daran, das wächst auf 3.000 militärische und 1.000 zivile Mitarbeiter in der Veranstaltungswoche. Es ist salopp gesagt, das größte Manöver des Bundesheeres". Zum Thema Sicherheit sagte der Oberst: "In Tagen wie diesen können wir nicht wie sonst immer einen unkontrollierten Zugang der Besucher zulassen. Mit Bezirkshauptmannschaft und Sicherheitsbehörden ist vereinbart, eine lückenlose Kontrolle zu gewährleisten, jeder einzelne Besucher wird an Gates kontrolliert". Man könne bis zu 30.000 Besucher pro Stunde kontrollieren. Sperrige Gegenstände oder große Rücksäcke dürften nicht mitgenommen werden. Zu den Kontrollmaßnahmen würde auch das Jägerbataillon Steiermark, eine Milizeinheit hinzugezogen.

"Wir werden alles versuchen, den Charakter des tollen Events und des Familienfestes aufrechtzuerhalten", sagte Schinnerl auf Journalistenfragen. "Sperrige Gegenstände wie Liegestuhl und Sonnenschirm wird es aus Sicherheitsgründen leider nicht mehr geben. Es muss klar sein, dass wir auch Kühltaschen durchsuchen müssen".

Display-Direktor Major Dieter Springer sagte, von der Zahl der Flugzeuge mit 240 sei es die größte Airshow bisher - "von Ballons bis zu den schnellsten Jets." An beiden Tagen gebe es neun Stunden Flugprogramm, manche Teilnehmer könnten nur einmal fliegen, also gebe es unterschiedliche Programme. Der französische Kampfjet Rafale sei heuer erstmals dabei. "Wir versuchen auch eine besondere historische Formation, nämlich alle in Österreich je geflogenen Jets in der Luft zu vereinen".

Der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) sagte, für einen Euro Kosten ergebe sich eine Wertschöpfung von 4,80 Euro. Die Veranstaltung würde die Nächtigungszahl in der Region um 37 Prozent gegenüber einem Jahr ohne Airpower erhöhen. Buchmann: "Das Land freut sich, dass die Airpower zurück ist". Die Steiermark sei eine Eventregion, Formel 1, DTM, Moto-GP, um nur einige zu nennen, sagte Buchmann. Die Airpower habe quantitative und qualitative Effekte, die Veranstaltung sei in der Region sehr willkommen. "Und im Rahmenprogramm lässt sich die Leistungs- und Innovationskraft der steirischen Industrie darstellen", so der Landesrat.

Flying Bulls Chefpilot Raimund Riedmann sagte, man sei mit der Staffel viel in Europa und auch den USA unterwegs, und er werde immer wieder gefragt, wie komme man dazu, dass man bei der Airpower mitfliegen dürfe. Red Bull fliege die große Formation mit B25, der P38 Lightning und dem Trägerflugzeug F4 Corsair zusammen mit den Alpha Jets.

Quelle: APA

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