Innenpolitik

Alles gut, Mensch? Warum wir anderen helfen sollten

"Gutmensch" - er ist spätestens seit der Flüchtlingskrise ein Kampfbegriff. Wir baten zwei Autorinnen, darüber zu schreiben. Einmal von links, einmal von rechts. Eva Rossmann meint: Der Versuch, die Welt zu einer besseren zu machen, ist nicht naiv, sondern klug. Volkswirtschaften funktionieren am besten, wenn alle Chancen bekommen.

Eva Rossmann ist Autorin, Journalistin und engagiertes Mitglied der Zivilgesellschaft. Die Verfassungsjuristin schreibt u. a. Kolumnen für die „Salzburger Nachrichten“. SN/privat
Eva Rossmann ist Autorin, Journalistin und engagiertes Mitglied der Zivilgesellschaft. Die Verfassungsjuristin schreibt u. a. Kolumnen für die „Salzburger Nachrichten“.

Jetzt ist also Gutmensch zu einem Schmäh-, wenn schon nicht zu einem Schimpfwort geworden. Offenbar ist es nicht mehr erstrebenswert, Gutes zu tun. Und, am interessantesten daran: Gerade die, die sonst so viel von Moral und alten Werten reden, mögen sie nicht, die Gutmenschen.
Ach so, man sollte klären, was jemand unter "Gutmensch" versteht. Ja. Einverstanden. So wie ich Sprache gelernt habe und wie ich mit Sprache logisch umgehe, ist für mich ein Gutmensch ein guter Mensch. Natürlich kann eine andere sagen, dass für sie ein Gutmensch kein guter Mensch ist. Sondern einer, der das Gutsein nicht re- sondern bloß präsentiert. Also eigentlich kein guter Mensch, sondern ein Selbstgerechter. Bloß warum wird der dann nicht so genannt?

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