Innenpolitik

APA/OGM-Vertrauensindex: Kern punktet mit Plan A

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hat mit seinem "Plan A" seine Performance im APA/OGM-Vertrauensindex verbessert - mit einem Plus von vier Punkten hat er am meisten zugelegt. Sein Koalitionsgegenüber ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner hat dagegen vier Punkte verloren. Bundespräsident Alexander Van der Bellen startet mit einem Vertrauenswert von plus fünf Punkten.

Bundeskanzler Kern und sein "Plan A" ziehen.  SN/APA/BARBARA GINDL
Bundeskanzler Kern und sein "Plan A" ziehen.

Für den Index wurden am 17. und 18. Jänner 500 Österreicher ab 16 Jahren online befragt, ob sie den einzelnen Politikern vertrauen oder nicht (maximale Schwankungsbreite: 4,5 Prozent).

An der Spitze liegt nach wie vor Außenminister und ÖVP-Hoffnung Sebastian Kurz mit 28 Punkten. Auf Platz zwei folgt SPÖ-Chef Kern mit 23 Punkten. Kerns Gewinn von vier Punkten sei "sicherlich ein Ergebnis der sehr professionell inszenierten Rede zum Plan A", analysierte OGM-Chef Wolfgang Bachmayer.

Vizekanzler und Wirtschaftsminister Mitterlehner ist dagegen im Vergleich zum November der größte Verlierer (minus vier Punkte), er liegt jetzt nur mehr drei Punkte im Plus. Hauptgrund dafür seien Mitterlehners "kritische Töne und abgrenzende Haltung gegenüber der FPÖ" nach der Bundespräsidenten-Wahl, weshalb sich immer mehr freiheitliche Wähler gegen Mitterlehner stellen, meinte Bachmayer.

Apropos Hofburg: Van der Bellen startet zwar mit einem "kleinen Sieger- und Amtsbonus" (Bachmayer), hat mit fünf Vertrauenspunkten eine Woche vor seiner Angelobung aber auch noch Luft nach oben. Sein im Sommer aus dem Amt geschiedener Vorgänger Heinz Fischer war in den vergangenen 13 Jahren mit Abstand der Politiker, der bei den Österreichern das meiste Vertrauen genossen hat.

Van der Bellens unterlegener Konkurrent, der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ), hat drei Punkte verloren und rangiert nun bei zwei Punkten im Plus. Sonst finden sich alle abgefragten Oppositionspolitiker im negativen Bereich: NEOS-Chef Matthias Strolz liegt bei minus drei, Grünen-Chefin Eva Glawischnig bei minus neun und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei minus elf Punkten. Den Rekord hält Team Stronach-Klubobmann Robert Lugar mit minus 23 Punkten.

Aber auch führende Bundespolitiker der Regierungsparteien tummeln sich im Minusbereich: Den schlechtesten Wert hat SPÖ-Staatssekretärin Muna Duzdar (-14 Punkte), ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka liegt nicht viel besser (-11 Punkte), sein rotes Pendant Andreas Schieder erreicht minus sieben Punkte. Der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP) liegt bei minus vier Punkten, sein Parteikollege Innenminister Wolfgang Sobotka wie Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) bei minus drei Punkten.

Knapp im Plus mit einem Prozentpunkt rangiert Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP). Die Regierungskoordinatoren Thomas Drozda (SPÖ) und Harald Mahrer (ÖVP) schaffen zwei Punkte im Plus, ebenso Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ). Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) kommt auf vier Punkte, Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) auf fünf.

Bildungsministerin Sonja Hammerschmid und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (beide SPÖ) dürfen sich über je neun Vertrauenspunkte freuen. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) bringt es auf zehn Punkte, Parteikollege Finanzminister Hans Jörg Schelling auf elf. Unter den roten Ministern den besten Vertrauenswert hat Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit 19 Punkten.

Quelle: APA

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