Attentat in Wien

Polizei bittet um Videos und Bilder von Zeugen

Das Innenministerium bittet all jene, die Videos und Fotos vom Anschlag in der Wiener Innenstadt gemacht haben, diese der Exekutive zur Verfügung zu stellen. Dafür wurde die Uploadplattform Upload.bmi.gv.at eingerichtet. Damit könne man der Polizei bei der Ausforschung und Identifizierung der Täter helfen. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) appellierte jedoch eindringlich, Videos von der Tat nicht auf sozialen Medien zu posten.

Die Wiener Polizei ist derweil mit einem Großaufgebot auf der Jagd nach den Tätern. "Alle sind im Einsatz", sagte eine Sprecherin der Wiener Polizei zur APA. Dazu zählten das EKO Cobra, die WEGA, die Diensthundestaffel und die Bereitschaftseinheit. Nachfolgend ein kurzer Hintergrund zu einigen der beteiligten Sondereinheiten:

Die Sondereinheit Einsatzkommando Cobra/Direktion für Spezialeinheiten ging aus dem 1978 gegründeten Gendarmerieeinsatzkommando hervor. Die Cobra hat mittlerweile Einheiten in nahezu allen Bundesländern stationiert mit insgesamt rund 450 Beamten. Mit der im Jahr 2002 durchgeführten Reform der Staatspolizei übernahm das Eko Cobra die Personenschutzdienste in ganz Österreich. Weitere Aufgaben der Cobra sind Geisellagen, Amoklagen, die Erstürmung von Luftfahrzeugen, grenzüberschreitende Lagen, die Festnahme Schwerkrimineller, technischer Einsatz und der Schutz österreichischer Missionen.

Die Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung (WEGA) ist die Wiener Spezialeinheit im Ordnungsdienst. Die etwa 250 Beamten sind in der Rossauer Kaserne stationiert und müssen sich um verbarrikadierte Personen, Selbstmörder, Razzien und Durchsuchungen, bei denen mit Widerstand gerechnet wird, risikoreiche Verhaftungen, andere Einsätze, bei denen mit Widerstand gerechnet werden muss, Einsätze, die Beamte mit Seiltechnikausbildung erfordern, Einsätze, die Beamte mit Polizeitaucherausbildung erfordern, Auflösung von Hausbesetzungen, Greiftruppeinsätze im Rahmen des Großen Sicherheits- und Ordnungsdienstes (GSOD) und den Objektschutz von besonders gefährdeten Einrichtungen kümmern.

Die Wiener Sondereinheiten umfassen neben der WEGA auch die Diensthundeabteilung. Die Truppe ist in Wien-Floridsdorf stationiert und hat rund 100 Tiere samt ihren Hundeführern im Einsatz.

Die Bereitschaftseinheit Wien gibt es seit 2012. Neben einigen fest zugeteilten, meist leitenden Beamten, gibt es durchlaufen junge Polizisten nach ihrer jungen Ausbildung die Einheit für sechs Monate, bevor sie in Polizeiinspektionen zurückkehren. Die Hauptaufgaben der Bereitschaftseinheit sind der überlagernde Überwachungs- und Streifendienst, Sonder- und Schwerpunktaktionen, friedliche, niederschwellige Anlässe des Großen Sicherheits- und Ordnungsdienstes (GSOD) und Such-, Hilfs- und Rettungsaktionen.

Quelle: APA

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