Innenpolitik

Auch Ärztekammer kritisiert Dachverbands-Chef

Nach den Arbeitnehmervertretern sowie roten und pinken Politikern hat am Dienstag auch die Ärztekammer den neuen Vorsitzenden im Dachverband der Sozialversicherungsträger, Peter Lehner, kritisiert. Die versprochene Patientenmilliarde müsse jetzt kommen, forderte Ärztekammer-Präsident Thomas Szekeres. Lehner hatte erklärt, er könne nicht sagen, ob sie "in fünf oder in sieben Jahren" komme.

Peter Lehner ist zugleich Dachverbands-Chef und SVS-Obmann SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Peter Lehner ist zugleich Dachverbands-Chef und SVS-Obmann

Angesichts der aktuellen Herausforderungen sei das zu spät, sagte Szekeres. Zudem warnte der Ärztekammer-Präsident davor, Etikettenschwindel zu betreiben und die Milliarde durch Leistungsabbau oder Honorarkürzungen zu finanzieren. Auch Vizepräsident Johannes Steinhart warnte vor Einschnitten ins Gesundheitssystem.

"Fassungslos" reagiert Steinhart auf die Ablehnung des Risikoausgleichs zwischen den Versicherungsträgern durch Lehner. "Darum sollte ein Dachverbandsvorsitzender nicht gleichzeitig Obmann einer anderen Kasse sein. Es besteht ganz offensichtlich die Gefahr, Individualinteressen über die Interessen der Allgemeinheit zu stellen", sagte Steinhart. Lehner ist gleichzeitig auch Obmann der Selbstständigen-Kasse SVS.

Quelle: APA

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