Innenpolitik

"Bewaffnete Konflikte sind in Europa möglich"

Jörg Leichtfried, langjähriger SPÖ-EU-Parlamentarier und seit Mai Minister für Infrastruktur, warnt vor einem Zerfall der EU.

"Bewaffnete Konflikte sind in Europa möglich" SN/bmvit/thomas jantzen
„Europa wird zu Tode verwaltet“, sagt Leichtfried.

SN: Sie haben sich zuletzt sehr besorgt über den Zustand Europas geäußert. Was ist es, das Sie so beunruhigt?
Jörg Leichtfried: Es gibt zwei Phänomene, die zu beobachten sind. Einerseits die Rückkehr des Nationalismus. Verschiedene politische Akteure geben vor, dass man Probleme lösen kann, indem man sich zur eigenen Nation hinwendet und andere Nationen abwertet. In Wahrheit werden die Probleme dadurch nur schlimmer werden. Und zweitens haben wir innerhalb der Europäischen Union eine Reihe von Staaten, die für sich eine Art "doppelte Mitgliedschaft" entdeckt haben.
SN: Was meinen Sie damit?
Wenn es etwas zu holen gibt, sind sie Vollmitglied. Wenn es hingegen gemeinsam Lasten zu tragen gilt, dann höchsten Halbmitglied.

Weiterlesen mit dem SN-Digitalabo

7 Tage lang kostenlos und unverbindlich.

Ihr 7-Tage-Test ist bereits abgelaufen. Lesen Sie jetzt weitere 30 Tage kostenlos.

Mehr Infos

Sie sind bereits Digitalabonnent?

Aufgerufen am 22.09.2018 um 10:05 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/bewaffnete-konflikte-sind-in-europa-moeglich-873928