Innenpolitik

BP-Wahl: Puchenstuben im Mostviertel war "anders"

Puchenstuben ist die einzige Gemeinde Österreichs, in der Hofer das Ergebnis "gedreht" hat. Die Bürgermeisterin führt das auf die geringere Wahlbeteiligung zurück.

BP-Wahl: Puchenstuben im Mostviertel war "anders" SN/apa/google maps

Puchenstuben im Bezirk Scheibbs ist bei der Bundespräsidenten-Wahl am Sonntag "anders" gewesen. Österreichweit gelang es FPÖ-Kandidat Norbert Hofer (FPÖ) nur in der kleinen Gemeinde im Mostviertel, das Ergebnis zu seinen Gunsten zu "drehen". Bürgermeisterin Petra Jani (SPÖ) führte dies am Montag auf eine geringere Wahlbeteiligung zurück. "Bei uns macht jede Stimme etwas aus."

Damit, dass das nur etwas mehr als 300 Einwohner zählende Puchenstuben seit Jahren Flüchtlinge aufnimmt, habe das Ergebnis nichts zu tun, sagte die Ortschefin zur APA. Wäre dem so, hätte es schon bei der später annullierten Stichwahl mehr Hofer-Wähler gegeben. Aktuell sind 30 bis 35 Flüchtlinge in einer ehemaligen Pension in der Gemeinde beheimatet, so Jani. Das seien wegen eines Teilumbaus weniger als die üblichen 40 bis 45.

Bei der Gemeinderatswahl 2015 hatte die Plattform SPÖ-LUP (Liste Unabhängiger Puchenstubner) 63,14 Prozent und neun der 13 Mandate erhalten. Auf die ÖVP waren 34,57 Prozent und vier Sitze entfallen, die FPÖ war mit 2,29 Prozent leer ausgegangen.

Was die Bundespräsidenten-Wahl angeht, hatte Hofer im ersten Durchgang bei damals sechs Kandidaten mit 40 Stimmen (27,03 Prozent) die Nase vorne. Alexander Van der Bellen war mit 29 Stimmen (19,59 Prozent) Dritter. Bei der später annullierten Stichwahl lautete das Ergebnis 51,02 : 48,98 Prozent oder - nach Stimmen - 75:72 für den von den Grünen unterstützten Bewerber. Am Sonntag hieß es nunmehr 53,47 : 46,53 Prozent bzw. 77:67 nach Stimmen für Hofer.

Quelle: APA

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