Innenpolitik

Bund hat weniger Beschäftigte als geplant

Der Bund hat derzeit weniger Beschäftigte als er sich selbst zum Ziel genommen hat. Zum 1. Juni betrug der Personalstand 131.587 Beschäftigte auf Vollzeitbasis. Zieht man die nicht zu berücksichtigenden Menschen mit einem Behinderungsgrad von 70 Prozent oder mehr ab, dann war der für das Jahresende ausgegebene Zielwert von 135.173 schon zur Jahresmitte um mehr als 3.000 Stellen übererfüllt.

Wie aus dem Personalcontrollingbericht des Bundeskanzleramtes, der am Dienstag im Ministerrat auf der Tagesordnung steht, weiter hervorgeht, haben alle Ressorts mit Ausnahme des Bildungs- (52 Vollbeschäftigtenäquivalente oder 0,1 Prozent) und des Landwirtschaftsministeriums (27 Vollbeschäftigtenäquivalente oder 1,1 Prozent) aktuelle die Zielvorgabe erreicht. In den nächsten vier Jahren soll die Zahl der Beschäftigten im Bundesdienst annähernd stabil bleiben. Im kommenden Jahr soll dieser Zielwert um 1.167 auf 136.341 steigen um dann bis 2020 wieder auf 135.284 abzusinken.

Der Beamtenanteil beträgt derzeit 56,8 Prozent. Zum Stichtag 1. Juni befanden sich 74.783 Beamte im Bundesdienst und darüber hinaus 6.403 in ausgegliederten Einrichtungen (ohne Post). Aufgrund des erhöhten Bedarfs im Exekutivdienst sowie bei den Richtern und Staatsanwälten ist die Zahl der Beamten im Vergleich zum Jahresende 2015 um 15 Vollbeschäftigtenäquivalente gestiegen. Bei den ausgegliederten Bereichen ist die Zahl um 71 gesunken.

Bilanz zieht der Personalcontrollingbericht auch über die sogenannten Mobilitätsprogramme. Demnach sind bisher insgesamt 876 Post/Telekom-Beamte in andere Bereiche des öffentlichen Dienstes übersiedelt, wobei 109 Versetzungen im Jahr 2015 und weitere 38 im ersten Halbjahr 2016 erfolgten. Von der Landesverteidigung sind bisher 65 Mitarbeiter in die Ressorts Inneres, Justiz und Finanzen gewechselt, davon 19 im Vorjahr und vier im ersten Halbjahr 2016. Zum Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl sind von der Landesverteidigung bisher 73 Personen versetzt worden, 27 im Vorjahr und 46 weitere im ersten Halbjahr 2016. Und schließlich sind noch bisher 20 Beschäftigte von der Landesverteidigung zum Strafvollzug übersiedelt.

Quelle: APA

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