Innenpolitik

Bundespräsident Van der Bellen schüttelt keine Hände mehr

Auch die geplante Brüsselreise des Bundespräsidenten wurde bereits verschoben.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen appelliert an die Bevölkerung. SN/APA/PETER LECHNER
Bundespräsident Alexander Van der Bellen appelliert an die Bevölkerung.

Ohne Händeschütteln geht in der Spitzenpolitik und der Diplomatie normalerweise nichts. Doch das Corona-Virus führt dazu, dass sich Bundespräsident Alexander Van der Bellen dem unfreiwilligen - aber notwendigen - Kulturbruch anschließen muss: Mit dem Händeschütteln ist es in der Hofburg vorerst vorbei.

"Der Bundespräsident und sein Team halten sich bei der Absolvierung laufender Termine an die Hygienemaßnahmen. Zum Beispiel kein Händeschütteln, regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten", sagt ein Sprecher des Bundespräsidenten. Auf den sozialen Medien appellierte der 76-jährige Bundespräsident an die Bevölkerung, ebenfalls die von der Regierung empfohlenen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu befolgen: Österreichs Gesundheitssystem sei eines der besten der Welt. Damit habe man alle Voraussetzungen, die Ausbreitung der neuen Krankheit möglichst zu verlangsamen - "wenn wirklich alle mithelfen", so Van der Bellen in seiner Botschaft. Aufgrund der Maßnahmen leert sich der sonst recht dichte Terminkalender des Bundespräsidenten zunehmend. "Für die nächsten Wochen geplante größere Veranstaltungen in der Präsidentschaftskanzlei sind verschoben worden", heißt es dazu aus der Hofburg. Zahlreiche externe Veranstaltungen, zu denen der Bundespräsident als Eröffnungsredner eingeladen war, wurden seitens der Veranstalter bereits abgesagt.

Auch die geplante Reise des Bundespräsidenten nach Brüssel, die ursprünglich für kommenden Montag geplant war, wurde abgesagt. Van der Bellen hätte bei der Reise unter anderem die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen getroffen.

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