Innenpolitik

Bundesrat trauert um Walter Strutzenberger

Walter Strutzenberger, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender und späterer Vizepräsident des Bundesrats, ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Bundesratspräsidentin Andrea Eder-Gitschthaler zeigte sich am Donnerstag tief betroffen über sein Ableben. "Wir verlieren mit Walter Strutzenberger einen langjährigen und geschätzten Kollegen", teilte die Präsidentin der Länderkammer mit.

Strutzenberger war 13 Jahre lang Mitglied des Bundesrats. Der ehemalige Abteilungsinspektor des Kriminaldienstes engagierte sich außerdem in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und bekleidete dort zahlreiche Funktionen, außerdem war er Mitglied im Bundesvorstand des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB). Strutzenberger wurde mit mehreren Ehrenzeichen ausgezeichnet, unter anderem 1990 mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich.

Die Spitze der Sozialdemokratie zeigte sich über den Tod von Strutzenberger "tief betroffen". Man verliere "einen aufrechten und engagierten Sozialdemokraten und einen wichtigen Mitstreiter für soziale Gerechtigkeit", teile Parteichefin Pamela Rendi-Wagner mit. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch zeigte sich ebenso "tief bestürzt" über den Tod Strutzenbergers. Dieser habe sich in all seinen Funktionen stets konsequent für die Anliegen der Schwächeren und die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen eingesetzt. Strutzenberger sei nicht nur ein "großer Sozialdemokrat gewesen, der stets das Gemeinsame vor das Trennende gestellt hat", sondern auch eine "prägende Persönlichkeit des Parlamentarismus und der Gewerkschaftsbewegung".

Quelle: APA

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