Innenpolitik

Bures: Ari Rath war steter Mahner gegen Antisemitismus

Nationalratspräsidentin Doris Bures hat dem in Wien geborenen Journalisten Ari Rath am Montag die letzte Ehre erwiesen und nahm am Begräbnis des großen Zeitzeugen in Israel teil. Bures bezeichnete Rath in ihrer Rede bei der Trauerfeier im Kibbutz Giv'at Ha'Shlosha als "steten Mahner gegen Rassismus, Antisemitismus und Gewalt".

Rath starb am Freitag im Alter von 92 Jahren.  SN/APA (BKA/Wenzel)/BKA/ANDY WENZEL
Rath starb am Freitag im Alter von 92 Jahren.

Rath war in den vergangenen Jahren mehrmals Gast im Parlament gewesen, wo er laut Bures aus seinem bewegenden Leben erzählte und vor allem von den Lektionen, die er daraus zog. "Wir haben einen großen Menschen verloren, einen Löwen", sagte sie, "einen Zeitzeugen, der tausende junge Menschen geprägt hat. Er war uns allen ein großes Vorbild, mutig zu sein und unsere Stimme zu erheben, ganz besonders dann, wenn Unrecht geschieht."

Die Nationalratspräsidentin wies in ihrer Rede auch darauf hin, dass "es ein langer, ein viel zu langer Weg" war, bis Österreich sich seiner Verantwortung gegenüber Tätern und Opfern der NS-Zeit stellte. An Raths Grab sagte Bures vor der Trauergemeinde: "Als Präsidentin des österreichischen Nationalrates ist es mir ein tiefes persönliches Bedürfnis, dass seine alte Heimat ihm heute die letzte Ehre erweist." Rath sei nun tot, "aber seine Worte werden bleiben. Dafür können wir nicht dankbar genug sein. Danke Ari", so Bures.

Quelle: APA

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