Innenpolitik

Demonstration gegen Linzer Burschenbundball

Rund 400 Menschen haben sich am Samstag laut Polizei bei der Demo gegen den Linzer Burschenbundball eingefunden. Die Veranstalter sprachen von 650 Protestierenden. Seitens der Exekutive sei man mit rund 100 Beamten im Einsatz, teilte Polizeisprecher David Furtner der APA mit. Heuer startete die Demoroute beim Ars Electronia Center und führte zur Schlusskundgebung am Martin Luther Platz.

Rund um den Ehrenschutz des Balles hatte es seit Ende Dezember des Vorjahres Diskussionen gegeben. Ausgelöst hatten diese eine Entscheidung des Rektorats der Linzer Johannes Kepler Universität (JKU), diesen künftig bei keinen Veranstaltungen mehr übernehmen zu wollen. Schon im Vorjahr war das Rektorat dem Ball, um den jedes Mal in der Politlandschaft heftige Auseinandersetzungen gibt, geschlossen ferngeblieben. Zudem hatte der Geschäftsführer des Alumniklubs gehen müssen, weil der Verein im Heft des Burschenbundballs mit den aus der NS-Zeit belasteten Worten "...und bleiben wir doch treu" um Mitglieder geworben hatte.

Nach der JKU-Entscheidung drängten KPÖ, SPÖ, Grüne und das Mauthausen Komitee Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) ebenfalls dazu, seinen traditionellen Ehrenschutz für den umstrittenen Ball nicht mehr zu gewähren. Die Organisatoren dagegen verwehrten sich gegen Vorwürfe des Extremismus und bezeichneten den Ball als "eine Veranstaltung im Zeichen von Traditionsbewusstsein, Heimatverbundenheit aber auch Geselligkeit und Fröhlichkeit." Auf der Homepage des Balles war bis Samstagabend zu lesen, dass das Fest neben Stelzer auch unter dem Ehrenschutz von "anderen Vertretern aus Wissenschaft und Politik" stand.

Quelle: APA

Aufgerufen am 26.11.2020 um 08:03 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/demonstration-gegen-linzer-burschenbundball-82858927

Kommentare

Schlagzeilen