Innenpolitik

E-Voting: Kopf skeptisch zu Lopatka-Vorstoß

Der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP) steht dem von ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka geforderten E-Voting für die Auslandsösterreicher "skeptisch" gegenüber. Er könne sich nur vorstellen, in Botschaften und Konsulaten eine elektronische Wahlmöglichkeit anzubieten - oder man könnte die Briefwahlfrist im Ausland verlängern, sagte er im Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten".

Karlheinz Kopf: E-Voting nur in Auslandsvertretungen vorstellbar.  SN/APA/ERWIN SCHERIAU
Karlheinz Kopf: E-Voting nur in Auslandsvertretungen vorstellbar.

Wenig hält Kopf auch von der Forderung des SPÖ-Klubobmannes Andreas Schieder, die Briefwahl im Inland "einzudämmen" auf die Fälle, wo jemand nicht die Möglichkeit hat, die Stimme am Wahlsonntag im Wahllokal abzugeben - auch durch Einführung eines vorgezogenen Wahltages.

Viele Wähler wüssten nicht, ob sie am Wahltag da sind, merkte Kopf an. Es bringe auch nichts, dass Briefwähler ihre Abwesenheit begründen müssen. "Was wollen wir tun, wenn sie sich dann doch in ihrer Gemeinde aufhalten? Einen Kriminalisten hinter jedem herschicken?", fragte Kopf - und merkte an: "Ich glaube, Herr Schieder hat das nicht fertig gedacht."

(APA)

Aufgerufen am 13.12.2017 um 10:02 auf https://www.sn.at/politik/innenpolitik/e-voting-kopf-skeptisch-zu-lopatka-vorstoss-571000

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