Innenpolitik

Ein besseres Steuersystem

Was soll geschehen? Diese Frage stellen die SN in den nächsten Tagen führenden Experten des Landes. Heute: Die Finanzrechtlerin Sabine Kirchmayr über dringend notwendige Reformen.

Die Finanzrechtlerin Sabine Kirchmayr.  SN/privat
Die Finanzrechtlerin Sabine Kirchmayr.

Warum wir keine Vermögenssteuern brauchen. Was es mit dem "Mausefalleneffekt" auf sich hat. Wie man die Wirtschaft ankurbeln könnte. Und warum man sich Sorgen um die Pensionen machen sollte.
SN: Wenn Sie das ideale Steuersystem entwerfen könnten: Wie würde es aussehen?
Sabine Kirchmayr: Steuern sind kein Selbstzweck, sondern sie sollen den Staatshaushalt finanzieren. Daher sollte man, ehe man sich den Kopf über das ideale Steuersystem zerbricht, wissen, wie hoch der Finanzbedarf ist. Die Aufgaben bestimmen die Ausgaben und daraus leiten sich der Finanzbedarf und die Gesamtabgabenquote ab. Mit einer niedrigen Abgabenquote lässt sich ein einfaches, von den meisten Steuerpflichtigen akzeptiertes Steuersystem schnell zimmern. Es wird aber umso schwieriger, je höher die Abgabenquote ist.
SN: Die ist bei uns ja sehr hoch.
Genau. Und das ist ein zentrales Problem. Bei der Abgabenquote liegt Österreich sehr nahe an den nordischen Ländern. Wir Steuerzahler kriegen aber nicht das Gleiche dafür. Das sieht man allein schon bei der Bildung.

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