Innenpolitik

Enttäuschung bei der Liste JETZT

Liste JETZT-Parteichefin Maria Stern hat den Nicht-Einzug ihrer Partei in den Nationalrat "bedauert". Neben "vielen Hoppalas" ihrer eigenen Gruppierung machte sie dafür auch die Berichterstattung der Medien mitverantwortlich, die bis zuletzt ihre Partei bei zwei Prozent berichtet hätten, obwohl sie in Rohdaten schon bei 3,4 Prozent gelegen sei. Für Österreich wünscht sich Stern jetzt eine "Mitte-Links-Regierung.

Enttäuschte Jetzt-Parteichefin Maria Stern SN/APA/HELMUT FOHRINGER
Enttäuschte Jetzt-Parteichefin Maria Stern

Trotz Enttäuschung wolle man weitermachen, so Bundesgeschäftsführerin Herta Emmer zur APA. In welcher Form, werde man bei Gremiensitzungen am Montag entscheiden.

"Für uns ist die Wahl zu früh gekommen nach all den Kinderkrankheiten", so Emmer. Trotzdem sei es richtig gewesen, die Neuwahl anzustreben. "Es war einfach nicht mehr haltbar, dass diese FPÖ in der Regierung ist." In der kurzen Zeit habe einfach keine Bewegung in der nötigen Größenordnung entstehen können. "Wir sind mitten im Wachstumsprozess erwischt worden."

"Wir wussten natürlich, dass es in beide Richtungen gehen kann", meinte Emmer. Nun habe das Pendel in die Richtung der unteren Erwartungen ausgeschlagen. "Das heißt aber nicht, dass das das Ende ist." Es brauche eine ordentliche linke Politik in Österreich.

Für den heutigen Wahlabend bzw. die nächsten Tage hoffe man noch auf ein besseres Ergebnis: Es seien immerhin noch eine Mio. Wahlkarten unterwegs, auch die Städte seien noch nicht voll ausgezählt.

Quelle: APA

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