Innenpolitik

Equal Pay Day: Forderung nach Gleichstellung

Zum diesjährigen Equal Pay Day am Dienstag haben sich im Vorfeld zahlreiche Parteien und Organisationen mit ihren Forderungen zu Wort gemeldet. Dass Frauen 82 Tage "gratis" arbeiten sei "eine Blamage", hielt etwa ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl in einer Aussendung fest.

Equal Pay Day: Forderung nach Gleichstellung SN/Robert Ratzer
Symbolbild.

Um die Einkommensschere zu schließen, drängen die ÖGB-Frauen auf ein Mindesteinkommen von 1.700 Euro brutto bei Vollzeitbeschäftigung und mehr Einkommenstransparenz. Sie unterstützen daher die Forderung von Frauenministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) nach einer Offenlegung der Gehälter im Betrieb, so Anderl.

Es brauche effektivere Maßnahmen gegen den Gender Pay Gap, erklärte Grünen-Frauensprecherin Berivan Aslan: "Diese Gratis-Arbeit von Frauen muss aufhören." Konkret forderte sie etwa Quotensysteme für die Wirtschaft und dass die Gleichstellungsanliegen in die Mitte der Politik gestellt werden.

Die NEOS drängten auf eine Überarbeitung des Nationalen Aktionsplans zur Gleichstellung am Arbeitsmarkt. SPÖ und ÖVP sollen sich "überwinden, ihre Blockadestellung auf dem Rücken der Frauen endlich aufzugeben" und die Chancen einer liberalen Marktwirtschaft wahrnehmen, so Frauensprecherin Claudia Gamon.

Das Team Stronach forderte von der Regierung die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen sowie seriöse Berechnungen der Gehaltsschere. "Statt zweimal im Jahr daran zu erinnern, dass Frauen weniger verdienen als Männer, sollte man diese lieber dazu ermutigen, typische weibliche Verhaltensmuster abzulegen", appellierte die Abgeordnete Martina Schenk weiters.

Der Städtebund sieht einen Grund für die Einkommensunterschiede in der ungleichen Beteiligung an der unbezahlten Arbeit und startet daher die Kampagne "Wickeln wirkt - auf Männer wie auch auf Frauen". Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege würden zu 75 Prozent von Frauen erledigt. Als Folge haben Frauen weniger Verdienst und später auch weniger Pension, gibt die Wiener Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) zu bedenken.

Quelle: APA

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