Innenpolitik

"Equal Pension Day": Pensionsschere in Wien am geringsten

Anlässlich des "Equal Pension Day" - also jenem Tag, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen haben, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten werden - hat Frauenministerin Ines Stilling am Montag den Wunsch an die nächste Bundesregierung deponiert, sich weiter dieses Themas anzunehmen. Der Städtebund wies darauf hin, dass Wien im Vergleich der Bundesländer am besten liege.

Frauenministerin hofft auf Engagement der kommenden Bundesregierung SN/APA/Archiv/GEORG HOCHMUTH
Frauenministerin hofft auf Engagement der kommenden Bundesregierung

Berechnet wird der "Equal Pension Day" in Österreich seit dem Jahr 2015, und zwar von der Stadt Wien. Seither gab es einige Verbesserungen, so der Städtebund in einer Aussendung, wobei sich Wien mit einer Verbesserung um neun Tage bei der Pensionseinkommensdifferenz am besten entwickelt habe. In der Bundeshauptstadt ist der "Equal Pension Day" aktuell am 31. August, österreichweit am 29. Juli und in Vorarlberg, dem Schlusslicht, am 6. Juli.

Frauenministerin Stilling bezeichnete die hohen Pensionsunterschiede als "dramatisch". Sie verwies auf noch unter Türkis-Blau gestartete und EU-kofinanzierte Projekt "Trapez - transparente Pensionszukunft", das dazu beitragen soll, Frauen künftig besser vor Altersarmut zu schützen.

Die Gewerkschaft GPA-djp sprach sich für ein Maßnahmenpaket aus, das flächendeckende, ganztägige Kinderbetreuung ebenso beinhaltet wie die Pflegefinanzierung, Arbeitsplatzausbau und volle Lohntransparenz. Die NEOS befürworteten ebenfalls einen massiven Ausbau der Kinderbetreuungsplätze, aber auch steuerliche Anreize, um das Erwerbsausmaß zu erhöhen, sowie die Erhöhung des Frauenpensionsalters.

Quelle: APA

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