Innenpolitik

Erwin Pröll wird 70 - Fest in Stift Göttweig

Ein Festgottesdienst in der Göttweiger Stiftskirche hat am Samstagnachmittag den Auftakt für die Feierlichkeiten anlässlich des "70ers" von Erwin Pröll (ÖVP) gebildet, den der NÖ Landeshauptmann am Heiligen Abend begeht. Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport waren der Einladung der "Großfamilie" Volkspartei NÖ gefolgt. An die 3.000 sollten es bis zum Abend sein.

Abt Columban Luser hatte Pröll, begleitet von Ehefrau Sissy und den vier Kindern Astrid, Bernhard, Stephan sowie Andreas, die später auch die Fürbitten lasen, als "Landeskaiser" begrüßt, der an diesem Nachmittag für "Kaiserwetter" über Göttweig gesorgt habe. Die Stiftskirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die vom St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng zelebrierte Messe wurde auch ins eigens aufgestellte Festzelt übertragen.

"Geburtstag feiern heißt das Leben feiern. Leben ist Geschenk", betonte der Propst des Stiftes Herzogenburg, Maximilian Fürnsinn, in seiner Predigt. Er verwies auf die politische Berufung Erwin Prölls, dessen langjährigem Wirken und Charisma das Land viel zu verdanken habe - vor allem auch die Entwicklung einer "unglaublichen Identität" und eines Landesbewusstseins. Der Prälat hob zudem hervor, dass der Landeshauptmann immer zum Christentum gestanden sei und stehe.

"Der Herrgott hat's ganz schön gut mit mir gemeint", meinte Pröll in seinen Dankesworten zum Ausklang des Gottesdienstes .Er habe "wirklich Glück gehabt" in seinem Leben und "unglaublich viele Geschenke" erhalten

Der christliche Glaube habe ihn immer begleitet und diese Heilige Messe sei ihm daher ein besonderes Anliegen gewesen, so Pröll. Der Herrgott sei ihm Stütze und Richtschnur im privaten und politischen Leben gewesen. Pröll sprach im Blick zurück von "glücklichen sieben Jahrzehnten": er erinnerte sich an seine glückliche Kindheit in einer bäuerlichen Familie, die Eltern hätten ihm eine - damals nicht selbstverständliche - Ausbildung ermöglicht. Dann begegnete er seiner Frau Sissy, die ihn seit nun 45 Jahren begleite, die Familie manage und ihm den Rücken frei halte. Der Landeshauptmann bezeichnete seine Familie - vier Kinder und sechs Enkel - als Zentrum der Kraft. Gemeinsam habe man so manchen Schicksalsschlag durchgestanden und zusammengehalten.

Die zufällige Begegnung bei einer politischen Diskussion mit Sixtus Lanner vor 44 Jahren sei die Grundlage für seinen politischen Weg gewesen, der ihn keine Minute gereut habe, betonte Pröll. Er dankte Weggefährten und seinem "großartigen" Team.

Die Liste der Gäste aus der Politik in Göttweig führten Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) und die ÖVP-Minister Wolfgang Sobotka, Wolfgang Brandstetter sowie Andrä Rupprechter an. Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) musste sich krankheitsbedingt entschuldigen. Zudem erwiesen die weiteren ÖVP-Landeshauptleute - Hermann Schützenhöfer, Josef Pühringer, Wilfried Haslauer, Günther Platter und Markus Wallner - ihrem niederösterreichischen Amtskollegen die Ehre. Burgenlands Hans Niessl (SPÖ) war ebenso gekommen wie der Landesvorsitzende der SPÖ NÖ, Bürgermeister Matthias Stadler. Vollständig vertreten war zudem die Regierungsmannschaft der Volkspartei NÖ.

Quelle: APA

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