Innenpolitik

Faßmann sieht Statistik Austria nicht gefährdet

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sieht keine Gefahr einer parteipolitischen Vereinnahmung der Statistik Austria. Die Intentionen des Bundeskanzleramts gingen in Richtung einer Modernisierung der Einrichtung. Außerdem sollten Wissenschafter - unter Wahrung des Datenschutzes - einen leichteren Zugang auch zu Mikrodaten erhalten, so Faßmann zur APA.

Faßmann will sich mit dem Initiator des Briefs zusammensetzen SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Faßmann will sich mit dem Initiator des Briefs zusammensetzen

In einem Offenen Brief hatten rund 330 Forscher den Minister dazu aufgefordert, sich für die Unabhängigkeit der Statistik Austria einzusetzen. Diese solle "auch weiterhin ohne politische Einmischung valide und zuverlässige Daten generieren und analysieren können", hieß es in dem Schreiben.

Faßmann will sich mit dem Initiator des Briefs, dem Soziologen Johann Bacher, auch zusammensetzen. Dieser wisse, dass er, Faßmann, sich noch als Forscher und als Vizerektor der Uni Wien mit eigenen Projekten damit beschäftigt habe, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Statistik Austria zu verbessern.

Handlungsbedarf sieht Faßmann bei der Homepage der Statistik Austria. Diese müsse künftig eine flexiblere Präsentation der Daten erlauben. Derzeit würden dort zwar zahlreiche Daten in Tabellenform abrufbar sein: "Wenn aber Ihre Fragestellung nicht der Tabelle entspricht, haben Sie Pech gehabt."

Ein besonderes Anliegen ist es Faßmann, zur Vermeidung von Doppelgleisigkeiten die Bildungsstatistik besser mit dem Ressort abzustimmen, hieß es gegenüber der APA. Die Anliegen der Wissenschafter unterstützt der Minister inhaltlich. Empirisch arbeitende Forscher müssten einen effizienten und leichter beschreitbaren Datenzugang unter Beachtung des Datenschutzes erhalten, betonte der Minister. Dies gelte insbesondere für den Zugang zu nicht aggregierten Mikrodaten, die entsprechend anonymisiert werden. Dazu käme ein flexibler Zugang zu Daten über die Homepage.

Quelle: APA

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