Innenpolitik

Faßmann verweist bei Budgetplanung auf zusätzliche Aufgaben

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) geht davon aus, dass der Bildungsbereich bei der Budgeterstellung weiter Ausnahmen von allgemeinen Sparvorgaben erhält. "Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht sparsam mit öffentlichen Geldern umgehen", so Faßmann am Freitag. "Ernüchternd" sind für ihn die durch eine Studie bekannt gewordenen Holocaust-Wissenslücken der Österreicher.

Faßmann (ÖVP) glaubt an Sparausnahmen für den Bildungsbereich SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Faßmann (ÖVP) glaubt an Sparausnahmen für den Bildungsbereich

"Ich leite daraus den immanenten Auftrag ab, im Bereich der Erinnerungspolitik weiterhin und vielleicht auch intensiver tätig zu werden", so der Minister über die Ergebnisse der "Holocaust Knowledge and Awareness Study". Unter anderem nannte Faßmann Besuche in ehemaligen Konzentrationslagern."Wer einmal so etwas gesehen hat, ist hoffentlich für immer belehrt."

Bei der Erhebung der Claims Conference wusste unter anderem mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) nicht, dass vom Nazi-Regime sechs Millionen Juden ermordet wurden. Unter den jüngeren waren es sogar 58 Prozent.

Faßmann sehe aber auch eine "große Bandbreite zusätzlicher neuer Aufgaben für das Bildungssystem". Dazu zählten etwa die Digitalisierung, zusätzliche Mittel für Brennpunktschulen, der geplante Ethikunterricht, Ganztagsschulen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie ein Fokus auf Bewegung und Sport. "Es gibt viele Ideen, die an uns herangetragen werden", betonte Faßmann. Er wisse nicht, wie man alle diese Aufgaben ohne entsprechende Mittel angehen sollte. "Man ist gut beraten, diesen Ressourceneinsatz dem Bildungssystem zur Verfügung zu stellen."

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