Innenpolitik

Festakt für Österreichisches Islamgesetz in Wien

Am Freitagabend fand die Feier "100 Jahre Österreichisches Islamgesetz" im Wiener Rathaus statt. Fuat Sanac, Präsident IGGiÖ betonte in seiner Rede die Vorbildhaftigkeit des "Österreichischen Modells" der Anerkennung.

Festakt für Österreichisches Islamgesetz in Wien SN/apa (pfarrhofer)
Gemeinsame Respektsbekundungen.

Ein "schöner, freudiger und wichtiger Anlass" ist für Sanac das Jubiläum der staatlichen Anerkennung des Islams in Österreich. Das Österreichische Modell sei geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, der Islam würde von den meisten Menschen als Bereicherung und nicht als Gefahr gesehen. Es bestehe auch kein Grund zur Angst - "auch wenn manche sich das wünschen und manche Kräfte aus diesem irrealen Anlass Kapital schlagen möchten", so Sanac.

Bundespräsident Fischer betonte nicht zum ersten Mal, dass die Religionsgemeinschaften durch ihre öffentlich-rechtliche Stellung, "die mit der Anerkennung verbundenen Pflichten, insbesondere die im Staat geltenden Gesetze, respektieren und anerkennen müssen". Für eine Islamische Glaubensgemeinschaft könne dies durchaus eine Herausforderung sein, allerdings habe sie sich diesen Herausforderungen gestellt. Aggression und Feindseligkeit gegen Menschen mit anderer Religion erteilte der Bundespräsident eine Absage, er appellierte an einen friedlichen und respektvollen Umgang miteinander.

Auch Vizekanzler Spindelegger erteilte jenen eine Absage, die "aus politischen Gründen versuchen, einander aufzuhetzen". "Wir brauchen nicht den Gegensatz, sondern ein Miteinander, ein friedliches Miteinander." Die Schaffung des Islamgesetzes vor 100 Jahren sei "sehr mutiger Schritt, ein Schritt mit Weitsicht" gewesen.

Quelle: APA

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