Innenpolitik

Flüchtlinge - UNO: große Gefahr für Kinder durch Winterkälte

Angesichts der Kältewelle in Zentral-, Ost- und Südeuropa hat das UNO-Kinderhilfswerkes (UNICEF) vor der damit verbundenen Gefahr für geflüchtete und migrierte Kindern gewarnt. Viele Kinder sollen unter Atemwegserkrankungen leiden, einige könnten an Unterkühlung sterben, erklärte das UNO-Kinderhilfswerkes (UNICEF) in einer Aussendung am Freitag.

Die Kälte macht den Flüchtlingen zu schaffen.  SN/APA (AFP)/YASIN AKGUL
Die Kälte macht den Flüchtlingen zu schaffen.

"Ohne eine sichere Unterkunft und warme Kleidung sind junge Kinder einer großen Gefahr durch das raue Wetter ausgesetzt", warnte Basil Rodriques, UNICEF Gesundheitsexperte für Zentral- und Osteuropa. "Kleinkinder haben weniger Körperfett, um sich vor der Kälte zu schützen. Das macht sie anfälliger für Atemwegsprobleme und tödliche Virusinfektionen wie Lungenentzündung und Grippe." Die Überbelegung und schlechte Wärmedämmung in den Asylunterkünften würde zudem die Verbreitung von Atemwegserkrankungen fördern, so der Gesundheitsexperte.

UNICEF leistet in Kroatien, Serbien, Slowenien und der Mazedonien Winterhilfe. In Bulgarien hat das UNO-Kinderhilfswerkes nach eigenen Angaben 500 Kinder in Aufnahmezentren mit Winterbekleidung versorgt. Rund 23.700 geflüchtete und migrierte Kinder - darunter Kleinkinder und Neugeborene - sollen in Griechenland und den Balkanstaaten verharren. Sie sollen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan kommen und in Notunterkünften untergebracht sein, die keinen Schutz vor derer Winterkälte bieten.

Quelle: APA

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